Höhenkrankheit

Aktualisiert am: 30.05.2006

Symptome und Behandlung

Die Symptome der Höhenkrankheit sind je nach Schweregrad verschieden. Sie müssen sorgfältig beobachtet werden, weil sie für die Beurteilung der Gefährlichkeit des Zustandsbildes und vor allem für die zu treffenden Maßnahmen von größter Bedeutung sind.

 

 

I. FRÜHZEICHEN:
- Kopfschmerz
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
- Leistungsabfall
- Wasseransammlungen unter der Haut
- Ruhepuls um mehr als 20% beschleunigt

Behandlungsmöglichkeiten
- Aufstieg abbrechen
- Nachtruhe abwarten
- Behandlung der Kopfschmerzen (diese sprechen nicht auf "normale" Schmerzmittel an) mit Ibuprufen 600mg
- zusätzlich 500 mg Azetazolamid (Diamox®) einmal täglich
Bei Verschwinden der Symptome am nächsten Morgen kann der Aufstieg langsam fortgesetzt werden

II. WARNZEICHEN:
- konstante, schwere Kopfschmerzen
- schwere Übelkeit, Erbrechen
- rapider Leistungsabfall
- Atemnot
- Herzjagen
- Schlaflosigkeit
- trockener Husten
- Schwindel, Gangunsicherheit
- Benommenheit
- Ausscheidung von dunklem Harn
- reduzierte Harnmenge (< 1/2l pro Tag)

Behandlungsmöglichkeiten
DER SOFORTIGE ABSTIEG IST EINE UNABDINGBARE NOTWENDIGKEIT
Das Warten auf gleicher Höhe ist gefährlich (auch wenn es nur zum Zweck der Übernachtung geschieht)
wenn möglich, ist sogar der nächtliche Abstieg vorzuziehen
Abstieg immer nur in Begleitung, weil häufig auch psychische Beeinträchtigung des Betroffenen
III. ALARMZEICHEN:
- Verwirrtheit
- Schwere Atmung in Ruhe
- unstillbarer Husten
- rasselnde Atmung
- bläulische Verfärbung der Lippen
- fehlende Harnproduktion
Behandlungsmöglichkeiten
AKUTE LEBENSGEFAHR!
ABSOLUTE PRIORITÄT: sofortiger Abstieg oder besser Abtransport, wenn auch nur um einige hundert Höhenmeter
ergänzend oder überbrückend (falls Abtransport witterungsbedingt unmöglich) Maßnahmen zur Stabilisierung des Zustandes des Höhenkranken
Sauerstoffbeatmung (aus mitgeführten Flaschen mit Manometer und Flußmesser; 3.000l für 12 h Beatmung)
Verbesserung des Sauerstoffangebotes und Verminderung des Sauerstoffbedarfes der Gewebe (z. B. Nifedipin = Adalat®)
Behandlung des Hirn- und/oder Lungenödems z. B. mit Dexamethason (z. B. Fortecortin®)

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. H. Kollaritsch, Zentrum für Reisemedizin


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maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 1 Kommentar(e).
striche Neuen Kommentar verfassen
striche
Höhenkrankheit  von Tim (Gast)
20:21 27.07.2008
Hi,

ebenfalls sehr informativ zu Höhenkrankheit fad ich dieses Merkblatt: vom Auswärtigen Amt
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