Kneipp zum Anfassen

Aktualisiert am: 10.05.2010

Kneipp-Tag bei den Marienschwestern

Am 16. Mai 2010 laden die Kneipp-Kurbetriebe der Marienschwestern zum Kneipp-Tag in ihre Betriebe in Aspach, Bad Kreuzen und Bad Mühllacken. In allen drei Häusern wird ganztätig ein attraktives Programm mit Vorträgen, Lesungen, Shows, Führungen, Musik und Entertainment geboten.

Beim Wort Kneipp denkt wohl jeder sofort ans Wassertreten, kalte Güsse und Barfußläufe im Morgentau, vielleicht auch noch an einen gewissen Pfarrer Kneipp. Die Kneipp-Philosophie umfasst aber viel mehr, vor allem auch richtiges Essen und Trinken und bewusste Lebensführung.

Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 - 1897) hat mit seinen Empfehlungen bereits vor über 100 Jahren Prinzipien aufgestellt, deren Befolgung von der heutigen Medizin noch immer zur Gesundheitsvorsorge empfohlen wird. Die kneippsche Lebens- und Heilweise ist trotz ihrer Entstehung vor über 100 Jahren aktueller denn je - geradezu optimal zur Vorbeugung und Heilung von Zivilisationserkrankungen unserer Zeit. Seine Anhängerschaft organisiert sich heute in hunderten Kneipp-Bünden und -Vereinen in der westlichen Welt.

Kneipp entwickelte seine Philosophie aus der Selbstbehandlung der Tuberkulose, die er mit kalten Bädern und Kräutern heilen konnte. Während seines über 40-jährigen Wirkens in Bad Wörishofen/Deutschland sah er neben der geistlichen Tätigkeit vor allem die Heilung von Kranken und die Krankheitsvorsorge als seinen wesentlichen Auftrag. Pfarrer Kneipp war schon zu Lebzeiten berühmt, kurz vor seinem Tod erhielt er 1894 von Papst Leo XII den Titel "Monsignore".

Fünf Säulen des Wohlergehens

Pfarrer Kneipps Philosophie ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen und seiner Gesundheit und basiert auf den "fünf Säulen des Wohlergehens":

1. Wasseranwendungen
2. Heilpflanzen
3. Essen & Trinken
4. Bewegung
5. Harmonische Lebensführung

Wasser, Kräuter, Bewegung, Ernährung, Lebensordnung: Diese fünf Methoden werden in der Kneipp-Therapie gleichzeitig angewendet. Am bekanntesten sind die verschiedenen Anwendungen von kaltem und warmem Wasser, die die Basis der Therapie darstellen. Waschungen, Güsse, Wickel und Bäder mit kaltem Wasser härten den Körper ab und erhöhen die Widerstandskraft. Kurze Kaltwasser-Anwendungen fördern die Durchblutung und stimulieren die Körperfunktionen. Ein warmes Bad mit Kräuterzusätzen dient dagegen der wohligen Entspannung.

Beim Kneipp-Tag in den Kurbetrieben der Marienschwestern am 16. Mai 2010 können Sie sich selbst ein Bild über die  Wirksamkeit der Behandlungen machen. Weiter Infos und die Programme finden sie hier ...


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