Körpervorgänge
Aktualisiert am: 30.05.2006
Teil 1: Eigenartige Körpervorgänge
Teil 2: Gänsehaut, Magenknurren, Gähnen
Teil 3: Noch mehr Eigenartiges
Teil 4: Schüttelfrost, Seitenstechen etc.
Gänsehaut, Magenknurren, Gähnen

Warum zittern wir bei Kälte und klappern mit den Zähnen?
Sobald die Temperatur abfällt, beginnt der Körper, kleinen Muskeln anzuspannen und wieder zu lockern, um Wärme zu erzeugen. Dieser Vorgang äußerst sich dann im Zittern. Reicht dies nicht aus, werden auch größere Muskeln aktiviert. Dadurch zittern wir noch heftiger, auch die Kaumuskeln können davon betroffen sein und es kommt zum Zähneklappern.

Wieso haben wir eine Gänsehaut, wenn uns kalt ist oder wir uns fürchten?
Jedes einzelne Körperhaar verfügt an seiner Seite über einen winzigen Muskel, der sich bei Kälte oder Schrecken zusammenzieht und somit das Haar aufrichtet.

Warum knurrt der Magen, wenn wir Hunger haben?
Der Magen führt in leerem Zustand so lange Bewegungen aus, bis ihm wieder Nahrung zugeführt wird. Diese "Hungerkontraktionen" führen dazu, dass der Magensaft und die Luft, die bei Hunger vermehrt geschluckt wird, durcheinander gewirbelt werden. Die so entstehenden Geräusche sind das Magenknurren.

Wieso können wir uns selbst nicht kitzeln?
Ein wahrlich interessantes Thema: Kitzeln ist eine Sonderform der Berührungsempfindung, die durch leichte, bewegte Reize an bestimmten Körperstellen ausgelöst wird. Warum manche Leute kitzelig sind, andere hingegen gar nicht, ist ungeklärt. Dass wir uns selbst nicht kitzeln können, liegt am Kleinhirn. Es kann sich auf den zu erwartenden Reiz einstellen. Dass viele Menschen vor allem an den Fußsohlen kitzelig sind, kann daran liegen, dass dort sehr viele Tastrezeptoren vorhanden sind, die durch das seltene Barfußlaufen sehr empfindlich sind.

Warum gähnen wir?
Gähnen ist ein Reflex, allerdings ist sich die Wissenschaft nicht einig, auf welchen Reiz es ausgelöst wird. Lange Zeit galt Gähnen als ein zusätzliches Luftholen, um dem Gehirn mehr Sauerstoff zukommen zu lassen und somit die Müdigkeit zu vertreiben. Allerdings funktioniert das eigentlich nicht wirklich. Auch Menschen mit einer sehr guten Sauerstoffversorgung des Gehirn gähnen. Deshalb geht man heute eher davon aus, dass Gähnen ein soziales Signal ist, denn es ist ja auch ansteckend. (Anm. der Red.: Uns leuchtet das allerdings auch nicht ein, denn man gähnt auch allein im stillen Kämmerlein.)
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