Körpervorgänge

Aktualisiert am: 30.05.2006

Noch mehr Eigenartiges

Schmetterlinge im Bauch

Wieso haben Verliebte "Schmetterlinge im Bauch"?
Daran ist das "Bauchhirn" schuld, also jene 100 Mio. Nervenzellen, die den Verdauungstrakt umgeben. Sie speichern unbewusst die Körperreaktionen bei psychischen Prozessen und senden sie ans Gehirn. In ähnlichen Situationen kommt es dann zur gleichen Körperreaktion. Unklar bleibt, warum bei Verliebten gerade der Bauch kribbelt.

Niesen

Warum müssen wir niesen?
Niesen ist ein Reflex, der durch Staubpartikel oder Fremdkörper ausgelöst wird, die sehr feine Nervenenden in der Nasenschleimhaut reizen. Der Staub soll durch das Niesen kraftvoll aus der Nase heraus geblasen werden. Auch Geruchs- und Temperaturreize oder eine Schwellung der Nasenschleimhaut können den Niesreflex auslösen. Der Luftstrom beim Niesen erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 900 km/h!

Räuspern

Wieso müssen wir uns manchmal räuspern?
In der Luftröhre gibt es kleine Drüsen, die ständig eine schleimige Flüssigkeit zur Befeuchtung und Reinigung der Luftwege produzieren. Der Schleim nimmt eingeatmete Schmutzpartikel auf, feine Flimmerhaare befördern diese dann hinauf Richtung Rachen und Mund. Dort wird der Räusperreflex ausgelöst, damit der Schmutz verschluckt werden kann.

Zucken im Schlaf

Warum zucken Menschen im Schlaf?
Diese Phänomen tritt beim Einschlafen auf. Beim Übergang von wach zu schlafend muss sich das Gehirn umstellen. Das Zucken entsteht, wenn die für das Denken und Fühlen zuständigen Gehirnregionen schon "einschlafen" während das die Bewegung steuernde motorische System noch aktiv ist. Auch beim Übergang von einer in die andere Schlafphase kann es zum Zucken kommen. Jedenfalls ist es völlig harmlos.

Schluckauf

Wie entsteht eigentlich Schluckauf?
Hier handelt es sich um ein rhythmisches, krampfartiges Zusammenziehen des Zwerchfells (eine dünne Muskelplatte, die Brust- und Bauchraum trennt). Gesteuert wird das ganze von einem "Schluckauf-Zentrum" im Gehirn, das Hicksen entsteht dadurch, dass sich der Kehlkopfdeckel bereits 35 Millisekunden nach dem Einatmen wieder schließt. Wozu der Schluckauf gut sein soll, ist noch unerforscht, er könnte aber ein Überbleibsel der Atemübungen ungeborener Kinder sein.


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