Körpervorgänge

Aktualisiert am: 30.05.2006

Schüttelfrost, Seitenstechen etc.

Naserümpfen

Warum rümpfen wir die Nase?
Durch das Anheben der Oberlippe und der Nasenflügel wird der Luftstrom völlig automatisch eingeengt, sobald unangenehme Gerüche auftreten. Interessanter ist das Naserümpfen ohne Geruchsbelästigung. Es dient dann als mimisches Signal und gibt zum Ausdruck, dass wir uns dem, was der andere tut oder sagt, verschließen.

Schnarchen

Was passiert beim Schnarchen?
Im Schlaf entspannt sich die Muskulatur des Rachenraumes. Der hintere Zungenbereich und das Gaumensegel beginnen zu schwingen - vor allem in Rückenlage und nach Alkoholkonsum. Diese Schwingungen äußern sich in Form von Geräuschen, die sich bis zu einem unerträglichen Schnarchen steigern können.

Schüttelfrost

Was ist Schüttelfrost?
Schüttelfrost entsteht bei großer Kälte oder bei schnell ansteigendem Fieber. Bei Fieber befiehlt das Gehirn, die Körpertemperatur zu erhöhen. Da der Körper aber eine Zeit dazu braucht, empfinden wir diese Phase als "Frieren" und reagieren mit Schüttelfrost, der den Körper erwärmen soll. Dies tut er etwa auch bei großer Kälte.

Stottern

Wieso stottern manche Menschen?
Das ist keine Frage der Intelligenz. Es ist vielmehr die Unfähigkeit, Wörter flüssig aneinander zu reihen. In der Kindheit ist stottern völlig normal ("Entwicklungsstottern"); mögliche Gründe für Stottern im Erwachsenenalter sind: Sprachliche Überforderung in der Kindheit, Heischen um die Aufmerksamkeit der Eltern, genetische Anlagen (Abweichungen im Gehirn, Männern stottern mehr als Frauen).

Stimmbruch

Warum kommen Buben in den Stimmbruch?
Bei Buben wächst der Kehlkopf während der Pubertät viel schneller als bei Mädchen und wird auch größer. Dadurch werden die Stimmbänder länger und erzeugen tiefere Töne. Die Stimme sinkt etwa um eine Oktave. Dass in dieser Zeit die Stimme unsauber klingt, liegt am ungleichen Wachsen der Stimmbänder.

Seitenstechen

Wie kommt es zu Seitenstechen?
Das unangenehme Gefühl entsteht bei längerer körperlicher Betätigung mit erhöhtem Sauerstoffbedarf (z.B. Laufen). Es gibt zwei Theorien: Die Organe werden bei Anstrengung stärker durchblutet und dehnen sich aus. Die Dehnung der Leber- bzw. Milzkapsel führt zum Schmerz. Oder aber die Milz, die Blut speichert, schüttet dieses bei Sauerstoffbedarf unter rhythmischer Zusammenziehung aus, wodurch es zum Seitenstechen kommt.

(Quelle: Jürgen Brater: Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge. Eichborn 2002.)


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