Krebs & Psyche
Aktualisiert am: 04.09.2002
Teil 1: Ist es meine Schuld?
Teil 2: Ist Stress für Krebs verantwortlich?
Teil 3: Können Depressionen zu Krebs führen?
Teil 4: Links
Ist es meine Schuld?
Die Fragen "Warum ich?" und "Was habe ich falsch gemacht?" werden von Krebskranken sehr häufig gestellt.
Der Versuch, die Schuld für die Krankheit bei sich selbst oder anderen zu suchen und an einer einzelnen Ursache festzumachen, kostet viel Kraft und Energie und ist in der Regel nicht zielführend. Denn Krebserkrankungen treten nicht aufgrund einer klar definierbaren Ursache, einem so genannten "Einzeltäter" auf, sondern eher aufgrund verschiedener Auslöser, also einer "komplex organisierten kriminellen Vereinigung".
Ist es meine Schuld?
Krebs kann viele auslösende Momente haben. So wirken zum Beispiel innere Faktoren, Alter, Vererbung, psychische Prozesse, Lebensstil und Ernährung sowie äußere Belastungen wie übermäßiger, überfordernder sozialer Druck, chemische und biologische Stoffe, Sonnenbestrahlung (UV) etc. bei der Krebsentstehung zusammen.
Einzelne Faktoren können von jedem Menschen bis zu einem gewissen Grad beeinflusst werden, wie zum Beispiel der Lebensstil (Rauchen, Alkohol) oder die Ernährung. Auf andere Komponenten, wie Vererbung und Umweltfaktoren, die bei der Krebsentstehung ebenso wichtig sind, kann oft kein Einfluss genommen werden.
Wir können zwar durch unser Verhalten eindeutig mithelfen, die Entstehung zu beeinflussen bzw. abzuwehren, aber dennoch gibt es auch äußere, von uns nicht beeinflussbare Faktoren.
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