Krebs & Psyche
Aktualisiert am: 04.09.2002
Teil 1: Ist es meine Schuld?
Teil 2: Ist Stress für Krebs verantwortlich?
Teil 3: Können Depressionen zu Krebs führen?
Teil 4: Links
Können Depressionen zu Krebs führen?
Die Diagnose Krebs kann durchaus zu Depressionen führen, Depressionen allein führen aber nicht zur Krebsentstehung.
Eine Zeit lang wurden Krebserkrankungen, wie viele ander psychische und körperliche Erkrankungen, besonders von psychoanalytischen Forschern als körperlicher Ausdruck von unbewussten psychischen Konflikten betrachtet. Das heißt, man ging davon aus, dass bei jedem Patienten die Krebserkrankung durch psychische Prozesse bedingt ist.
Andere Konzepte in der Krebsforschung postulierten die sogenannte Krebsperönlichkeit. Das bedeutet, dass bestimmte Eigenschaften, wie zum Beispiel verdrängte oder negative Gefühle, übermäßige Selbstlosigkeit und ähnliches, als typisch für Krebskranke und als zentrale Krebsaulöser angesehen wurden. Alle diese Theorien wirken zwar auf den ersten Blick sehr plausibel, sind aber unhaltbar, da sie sich in erster Linie mit der Krankheitsverarbeitung und nicht mit den Ursachen von Krebs beschäftigen.
Heute weiß man, dass es die Krebspersönlichkeit nicht gibt. Wenn eine Krebserkrankung einmal zum Ausbruch gekommen ist, ist es schlichtweg unmöglich festzustellen, ob Persönlichkeitsmerkmale oder psychische Probleme wirklich Ursachen oder nicht eher Folge der Krankheit sind.
(Quelle: Österreichische Krebshilfe)
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