Masern

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Aktualisiert am: 16.01.2012
Masern: nicht nur eine Kinderkrankheit
Durch ein Virus hervorgerufen und weltweit verbreitet zählen die hochgradig ansteckenden Masern zu den typischen Kinderkrankheiten. Doch auch Erwachsene, die nicht geimpft sind, können daran erkranken. Zwar ist die Häufigkeit dieser Krankheit aufgrund der Impfung rückläufig, dennoch kommt es immer wieder zu kleineren Masern-Epidemien, deren Folgen nicht immer harmlos sind.
Autorin: Rosi Dorudi
Die Infektion
Masernviren verbreiten sich über Tröpfchen (Husten, Niesen, Sprechen), und schon ein flüchtiger Kontakt zu einer an Masern erkrankten Person reicht aus, um sich anzustecken, sofern man nicht dagegen geimpft wurde. Die Inkubationszeit beträgt etwa zehn bis zwölf Tage, wobei das Infektionsrisiko vier bis fünf Tage vor Auftreten der Masernflecken am größten ist und erst mit dem Verschwinden des Ausschlages endet.
Symptome und Verlauf
Die Krankheit verläuft in zwei Phasen: Wie bei einem grippalen Infekt sind die ersten Symptome Fieberschübe bis zu 41°C, starker Husten, Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen sowie eine Entzündung der Bindehaut. In der zweiten Phase erscheinen die sogenannten Koplik’schen Flecken, die charakteristisch für Masern sind. Die zwei bis fünf Millimeter großen roten Flecken beginnen in der Mundhöhle, hinter den Ohren, am Hals oder im Gesicht und verbreiten sich im Krankheitsverlauf schließlich am ganzen Körper. Nach ungefähr sieben Tagen heilt der Ausschlag ab. Nach einer Masernerkrankung sind die Abwehrkräfte über Wochen stark geschwächt, was eine gesteigerte Anfälligkeit für nachfolgende Bakterien- und Virusinfektionen zu Folge hat. Häufig kommt es zu Mittelohr- oder Lungenentzündungen, Bronchitis oder Durchfall. In seltenen Fällen können Masern auch das Gehirn befallen und eine Gehirnentzündung auslösen. Dies tritt statistisch zwar nur ein- bis zweimal unter tausend Fällen auf, kann aber zu schwerwiegenden Komplikationen wie Hörverlust, bleibende geistige Behinderung, Bewusstseinsstörung, Koma und sogar zum Tod führen.
Therapie und Schutzmaßnahmen
Ist man einmal an Masern erkrankt, können nur noch die Symptome medikamentös behandelt werden. Fieberreduzierende Zäpfchen und schleimlösende Hustensäfte erleichtern den Krankheitsverlauf. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und leicht verdauliche Speisen helfen dem Organismus, die Krankheit zu bekämpfen. Bei schmerzhaften Augenentzündungen hilft ein abgedunkeltes Zimmer. Auch wenn Fieber und Ausschlag verschwunden sind, sollten sich an Masern erkrankte Personen noch einige Tage schonen, da sich die Abwehrkräfte erst langsam wieder aufbauen. Kinder sollten erst ein bis zwei Wochen nach der Krankheit wieder in den Kindergarten oder zur Schule gehen.
Vor einer Masernerkrankung und den möglichen Folgeschäden kann lediglich nur die Impfung schützen. Die Annahme, dass wer einmal mit dem Masern-Virus infiziert wurde, immun dagegen ist, gilt mittlerweile als überholt. Die Schutzrate nach einer Impfung liegt bei etwa 95 Prozent.
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