Medikamente

Tabletten (c) Dreamstime/Nadezhda Bugaeva

Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 27.07.2009

Weitere Hinweise

Bei Kindern oder sehr kranken und alten Menschen kann die Einnahme von Medikamenten zum Problem werden. Für Kinder gibt es Arzneimittel deshalb auch als Saft. Bei älteren Menschen mit Schluckproblemen gilt es, mit dem Arzt oder Apotheker individuelle Lösungen bei der Einnahme von Medikamenten zu finden.

Verhütung

Die Einhaltung der Einnahmezeit ist besonders im Fall der Antibaby-Pille von Bedeutung. Die niedrig dosierten Minipillen sollten immer zur gleichen Stunde eingenommen werden. Wird einmal darauf vergessen, dann empfiehlt die Pharmazeutin Veronika Schwarz, lieber auf Nummer sicher zu gehen und zusätzlich zu verhüten. Wer die regelmäßige Einnahme nicht schaffe, solle lieber auf andere Verhütungsmöglichkeiten umsteigen. Es gibt mittlerweile einige Alternativen (z.B. Hormonpflaster, Vaginalring etc.), die man am besten mit dem Gynäkologen bespricht.

Wirkung von Antibiotika

"Bakterien sind Überlebenskünstler", erklärt die Pharmazeutin. Umso wichtiger sei es, das richtige Antibiotika für die Behandlung auszuwählen. Sie rät davon ab, von der letzten Behandlung übrige gebliebene Antibiotika noch einmal zu verwenden. Antibiotikum sei nicht gleich Antibiotikum. Es gebe unterschiedliche Wirkstoffklassen, die bei unterschiedlichen bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommen. Der Laie könne gar nicht einschätzen, um welche Erkrankung es sich genau handle. Wenn keine Erkrankung mit Bakterien, sondern mit Viren vorliegen würden, seien Antibiotika gar nicht von Nutzen, gibt Schwarz zu bedenken. In solchen Fällen ist ein Arztbesuch unbedingt notwendig.

Therapietreue ist wichtig

Besonders bei Antibiotika gilt, die vom Arzt verordnete Tablettendosis einzuhalten und ja nicht bei Abklingen der Symptome die Tabletten abzusetzen. Es bestehe die Gefahr, dass nicht alle Bakterien abgetötet und diese Resistenzen entwickeln würden, warnt die Pharmazeutin. Besonders Patienten mit Langzeittherapie, wie z.B. Bluthochdruck, müssten besonders sensibilisiert werden, dass sie ihre Medikamente regelmäßig einnehmen. Ein schwankender Blutdruck – im Zusammenspiel mit anderen Faktoren – erhöhe nämlich das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt ganz beträchtlich.


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