Natürlich

Aktualisiert am: 30.05.2006

Verhütungscomputer

Mit kleinen handlichen Rechnern kann man die fruchtbaren Tage zur Verhütung (oder auch zum Schwangerwerden) bestimmen. Es ist möglich, die natürlichen Verhütungsmethoden mit modernen Erkenntnissen und Messtechniken zu kombinieren, um so eine größere Sicherheit zu bekommen. So haben sich Temperatur- und Hormoncomputer entwickelt.

Stiftung Warentest nahm im Jahr 2000 einige Modelle unter die Lupe und kam zu dem Ergebnis, dass die klassische natürliche Familienplanung den modernen Geräten überlegen war.

So funktioniert der Verhütungscomputer

Mit den Geräten wird jeden Morgen vor dem Aufstehen die exakte Körpertemperatur, die sogenannte Basaltemperatur, gemessen. Diese steigt zur Zeit des Eisprungs (fruchtbare Phase) um 0,2 bis 0,4 Grad an.

Beim Verhütungscomputer "Persona" muss man das Datum des ersten Zyklustages eingeben. Dann rechnet das Gerät aus, wann die fruchtbare Zeit beginnt - an diesen Tagen blinkt ein Symbol. Es signalisiert, dass der Urintest gemacht werden muss. Mit dem Teststreifen, der mitgeliefert und später nachgekauft werden muss, wird ein Schnelltest zum Nachweis von zwei Hormonen, die kurz vor dem Eisprung in besonders hohen Konzentrationen im Urin ausgeschieden werden, durchgeführt.

Im ersten Zyklus muss der Test an 16 Tagen durchgeführt werden, danach nur noch an acht Tagen, damit die persönlichen Daten in den Speicher des Computers eingehen. Der "LadyComp" arbeitet auch nach dem Prinzip der natürlichen Familienplanung, also mit Temperaturwerten. Man muss nicht mehr Kurven schreiben - das macht der Rechner. Ein Thermometer ist direkt angeschlossen, so wird die gemessene Temperatur sofort gespeichert und ausgewertet. Wenn das Thermometer während der 30 Sekunden Messzeit verrutscht, ertönt ein Warnsignal. Bei der "Temperaturmethode" muss immer um die gleiche Uhrzeit gemessen werden. Deshalb hat der Computer eine Weckautomatik mit Abstellknopf.

Thermometer, Rechner und Tester in einem ist der "Cyclotest 2 Plus". Hiermit wird morgens etwa eine Minute lang die Temperatur gemessen. Kurz vor dem Eisprung signalisiert das Gerät die Notwendigkeit des Urintests. Die Hormon- Konzentration wird gemessen, so lassen sich die fruchtbaren Tage genauer feststellen. Ist der Eisprung vorbei, kann man bis zum Beginn der nächsten Menstruation mit dem Temperaturmessen aufhören.

Vorteile: unschädlich, bequem und unkompliziert.

Nachteile: relativ teuer; als alleiniges Verhütungsmittel nicht sehr sicher; eher für Paare mit Kinderwunsch geeignet


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Zu diesem Artikel gibt es 8 Kommentar(e).
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Sicher & gut  von Stefanie (Gast)
14:27 22.05.2011
Eine Verhütungsmethode ist immer so sicher wie ihre Anwender. Ich verhüte nach unserer Tochter seit 8 Jahren mit dem Cyclotest 2 Plus Computer "unfallfrei" - nur an den fruchtbaren Tagen braucht man zusätzliche Verhütungsmittel, aber es funktioniert wenn man gewissenhaft bei der Sache ist.
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Natürlich und Onlie  von Constanze (Gast)
13:14 30.06.2010
Ich möchte anregen, dass die Verhütungscomputer nicht zusammen bewertet werden, da die Unterschiede in Methode und Sicherheit doch sehr unterschiedlich sind. Persona etwa misst den Hormongehalt im Urin und hat einen Pearl-Index von 6. Die Temperaturcomputer haben einen Pearl-Index von 2 bis 4 und dann gibt es noch einen, der auch den Zervixschleim berücksichtigt und damit sicherer sein will. Ein Hinweis noch. Ich nutze mittlerweile myona ( http://www.myona.de ) für die Anwendung der symptothermalen Methode - die werten automatisch aus - quasi ein Verhütungscomputer "in the cloud" - auf den Service habe ich ewig gewartet! C.

PS: Es werden in Sachen NFP meiner Meinung nach 2 Fehler gemacht. Es werden dauernd Methoden und Gebrauchssicherheit durcheinander gewürfelt und zudem sprechen immer alle von NFP und darunter fällt nunmal alles zwischen Coitus Interruptus und sympthothermaler Methode. Es wäre sinnvoller von den konkreten echten Methoden zu sprechen. Hierzu empfehle ich diese Info: Nach Veröffentlichungen aus den USA liegt die Gebrauchssicherheit der Pille zwischen 2 und 6 P.I. Die Gebrauchssicherheit der symptothermalen Methode liegt zwischen 2 und 2,5. Die Methodensicherheit von hormoneller Kontrazeption und symtothermaler Methode ist in beiden Fällen kleiner als 1
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Natürlich  von ??? (Gast)
15:16 04.06.2010
Coitus Interruptus,
ist KEINE Verhütungsmethode und schlichtweg dafür verantwortlich das NFP einen schlechten Ruf hat!
Ich würde das als eine Sexualpraktik einordnen und das hat hier nun wirklich nichts verloren.
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Natürlich  von NichteuerErnst (Gast)
10:35 04.06.2010
>>Sehr geehrte Leserin,
der PI der natürlichen Familienplanung hängt von der Kombination der gewählten Methoden ab und liegt daher nicht immer bei 0,4.
Herzliche Grüße
Ihr Wecarelife-Team <<

Liebes Team,

bei jeder Verhütungsmethode schwankt der PI auch zB bei der Pille. Das hat aber nichts mit der der Verhütung zusätzlicher Methoden zu tun sondern
1. Mit der Ernsthaftigkeit wie die Verhütung ausgeführt bzw angewendet wird (Gebrauchssicherheit).
und
2. Mit der Fehlerquote der Verhütungsmethode an sich (Methodensicherheit).
Den PI den sie angegeben haben ist die Gebrauchssicherheit, die übrigens bei der Pille ähnlich hoch liegt.

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Natürlich  von Susi (Gast)
12:27 06.03.2010
Der Text zu der "Symptothermalen Methode" ist Schwachsinn und schürt leider die immer noch weit verbreiteten falschen Vorurteile. Die Methodensicherheit liegt bei 0,4 (Pearl-Index) und entspricht damit jener der Pille! Die Gebrauchssicherheit liegt bei 2,3, was sich daraus erklären lässt, dass manche Paare wissentlich während der fruchtbaren Zeit Verkehr haben - doch der Methode selbst kann dies jedoch nicht angelastet werden. Auch die Behauptung, dass der angebliche unsichere Pearl-Index mit der Zeit am Anfang des Zyklus zusammenhängt, ist Unfug: Die Regeln der Methoden definieren klar und verlässlich, ab wann die fruchtbare Zeit einsetzt.

Es stimmt auch nicht, dass grundsätzlich für NFP (symptothermal) ein regelmäßiger Zyklus und ein geregelter Tagesablauf erforderlich ist. Das kann bei manchen Frauen ein Problem sein, bei sehr vielen spielt das aber keine Rolle.

Es ist schade, dass solche Falschmeldungen dazu beitragen, eine absolut sichere (und nebenwirkungsfreie) Verhütungsmethode in Verruf geraten zu lassen. Der Text ist alles andere als sauber recherchiert.
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