Neurodermitis
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 14.12.2006
Teil 1: Hautpflege bei Neurodermitis
Teil 2: Die Körperpflege
Teil 3: Behandlung eines akuten Schubs
Hautpflege bei Neurodermitis
Die tägliche Hautpflege spielt bei Neurodermitis eine große Rolle. Grundlage ist die Pflege mit fett- und feuchtigkeitshältigen Präparaten, damit die Haut ihre Schutzfunktion aufrecht erhalten kann. Bei akuten Entzündungsschüben helfen spezielle Cremen und Salben.
Neurodermitis ist eine Krankheit, die immer mehr Menschen betrifft. Etwa 20 Prozent aller Kinder in den westlichen Industriestaaten haben Neurodermitis, aber auch jeder zwölfte Erwachsene leidet unter dieser Hauterkrankung. Obwohl Neurodermitis (auch atopische Dermatitis genannt) keine lebensbedrohliche Erkrankung ist, schränkt sie doch die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein. Der Hautpflege kommt in der Behandlung von Neurodermitis ein hoher Stellenwert zu. Speziell im Winter können sich die Beschwerden verschlimmern, weil die Temperaturschwankungen von überheizten Wohnräumen und der Kälte im Freien die Haut noch zusätzlich belasten und austrocknen.
Bei Neurodermitikern kann schon alleine Wasser ausreichen, um die Haut aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das Wasser entzieht der Haut das natürliche Fett, wodurch es verstärkt zu den typischen Entzündungen und Juckreiz kommt. Je wärmer das Wasser, umso schlimmer werden die Beschwerden. Herkömmliche Seifen und Duschgels tragen noch weiter zu einer Verschlechterung der Beschwerden bei. Je mehr die Ausschläge mit übertriebener Reinlichkeit bekämpft werden, umso stärker werden sie.
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