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Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 21.05.2008

Diagnose und Behandlung

Die Osteopathie arbeitet auf drei Behandlungsebenen. Allen drei ist gemeinsam, dass Diagnose und Therapie über die Hände des Therapeuten erfolgen. Eine genaue Kenntnis der Anatomie ist Voraussetzung. Die Osteopathie kommt ohne Apparate sowie Medikamente aus.

Der Körper merkt sich alle Ereignisse

Am Beginn jeder Behandlung steht ein Anamnesegespräch. Oft liegen die Ursachen für Beschwerden Jahre in der Vergangenheit zurück, wie zum Beispiel ein scheinbar harmloser Fahrradsturz. Der Osteopath befragt den Patienten über Beschwerden und seine Krankengeschichte, eventuelle Operationen, Verletzungen oder verschriebene Medikamente. Blutbefunde und Röntgenbilder helfen festzustellen, ob eine Krankheit im Tätigkeitsgebiet des Osteopathen liegt, oder ob eine andere Behandlung nötig ist. Verschiedene Beweglichkeitstests sind ebenfalls Teil der Diagnose.

Eine osteopathische Behandlung verlangt in der Regel nach mehreren Sitzungen. Nach der Behandlung kann es zu körperlichen Reaktionen kommen. Grundsätzlich sollten Sie sich nach der Therapie ein bisschen Ruhe gönnen: Vermeiden Sie Sport, extreme Hitze und trinken Sie viel Wasser, um die Toxine aus dem Körper zu schwemmen.

Die Techniken der Osteopathie

  • Behandlung des Bewegungsapparats:

Hier steht die Behandlung der Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder im Vordergrund. Dafür werden verschiedenste Techniken angewandt. Bei der Muskelenergietechnik wird gespannt oder gedehnt. Verschiedenste Mobilisationstechniken bringen Wirbelsäule und Gelenke wieder in Balance. Die Strain-Counterstrain-Technik arbeitet mit unterschiedlichen Spannungen bei den bewegungseingeschränkten Körperteilen und deren Gegenspielermuskeln. Bestimmte Bewegungen und Griffe lockern das Bindegewebe oder regen den Lymphfluss an. Die strukturelle Osteopathie ähnelt der Chiropraktik, ist jedoch wesentlich sanfter.

  • Die viscerale Osteopathie:

Dabei werden Dysfunktionen der inneren Organe behandelt. Die Beweglichkeit der Organe und des umgrenzenden Gewebes wird wieder hergestellt.

  • Die craniosakrale Osteopathie:

Diese besonders sanfte Technik der Osteopathie geht auf William Garner Sutherland und Harold Magoun zurück. Bei der craniosakralen Osteopathie werden kaum wahrnehmbare Handgriffe am Schädel und Kreuzbein vorgenommen. Die Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umspült (sog. Liquor), kommt in Bewegung und der craniosakrale Rhythmus ins Gleichgewicht. Somit wird indirekt das gesamte Knochen- und Nervensystem korrigiert. Weil diese Form der Osteopathie besonders sanft ist, kann die craniosakrale Technik auch bei Kleinkindern angewendet werden.


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Zu diesem Artikel gibt es 2 Kommentar(e).
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Osteopathie  von babsi (Gast)
14:35 26.05.2008
sehr informativer bericht. ich nehme vor allem mit, dass man sich hier nur auf echte fachleute verlassen sollte. ich selbst war mehrmals bei einem schmerztherapeuten, der auch osteopath und chiropraktiker ist - und arzt. was davon jetzt osteopathische therapie war und was chiropraktische weiß ich als laie natürlich nicht. fakt ist, dass ich zweimal mit schweren rücken bzw. schmerzen im arm hingegangen bin und zwei tage später schmerzfrei war.
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Osteopathie  von Erfahrungsbericht (Gast)
14:12 26.05.2008
Ich habe die Craniosakrale Osteopathie ausprobiert. Es ist wirklich schwer zu sagen, ob sie nun etwas gebracht hat oder nicht. Teilweise stellen sich die Erfolge doch recht spät ein. Und da weiß man nicht mehr, was konkret geholfen hat. Auf jeden Fall habe ich die Therapie aber als sehr angenehm empfunden und unmittelbar danach ging es mir im Ganzen eigentlich besser. Vor allem hatte ich mehr Energie.
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