Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 21.05.2008
Teil 1: Die Osteopathie hat's im Griff
Teil 2: Diagnose und Behandlung
Teil 3: Indikationen
Teil 4: Die Grenzen der Osteopathie
Teil 5: Ausbildungsstandards
Teil 6: Links
Die Osteopathie hat's im Griff
Bei der Osteopathie handelt es sich um eine manuelle, ganzheitliche Behandlungsmethode. In den USA ist die Schule der Osteopathie weit verbreitet und wird auch in Europa zunehmend populärer. Zur Diagnose und Therapie verwendet der Osteopath nur die Hände. Im Mittelpunkt steht die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
In Zusammenarbeit mit Eric Géry, Diplomierter Osteopath und Physiotherapeut, Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Osteopathie (OEGO)
Das Leben ist Bewegung. Diesem Grundsatz versucht die Osteopathie zu folgen und alle Bewegungen und Wechselwirkungen im Körper im Gleichgewicht zu halten. Die Osteopathie geht davon aus, dass sämtliche Strukturen im Körper wie Skelett, Muskeln, Faszien, Organe, Nerven und Körperflüssigkeiten (wie Lymph-, Gehirn- oder Gewebsflüssigkeit) als Einheit zusammenspielen. Bei gesunden Menschen befinden sich alle Teile in einem Gleichgewicht. Die Selbstheilungskräfte des Körpers besitzen innerhalb des osteopathischen Konzepts eine herausragende Stellung. Die Osteopathie geht davon aus, dass jeder Körper mit natürlichen Korrekturkräften ausgerüstet ist. Diese versuchen, den Organismus immer in Richtung des gesundheitlichen Gleichgewichts zu führen. Die Selbstheilungskräfte wirken ungehindert, solange der Körper gut ausbalanciert ist und damit Störungen aus eigener Kraft beseitigen kann.
Bei Krankheit ist der Körper aus dem Gleichgewicht
Ist diese Kompensationsfähigkeit durch ein Ungleichgewicht im Gewebe, Flüssigkeitsstauungen, mangelhafte Gewebeernährung, Druck auf Nerven, Fehlstellung von Knochen, Minderbeweglichkeit von Organen usw. erschöpft, können die Heilkräfte nicht mehr optimal wirken. Die Ursachen dafür sind vielfältig und reichen von Unfällen und schlechter Haltung bis hin zu Erkältungen oder Alkoholmissbrauch. Emotionale Probleme, Stress, soziale Spannungen oder Konflikte können ebenfalls dazu führen, dass Störungen nicht aus eigener Kraft behoben werden können und die Selbstheilungskräfte gelähmt sind.
Sanft Heilen mit den Händen
Der Osteopath ist in der Lage, mit sanften manuellen Techniken Strukturstörungen zu lösen und Flüssigkeitsströme wiederherzustellen, so dass Selbstheilung und Selbstregulation wieder ungehindert wirken können. Die Behandlung ist auf Grund der sanften Berührungen und sehr leichten Gewebsverschiebungen manchmal kaum wahrnehmbar.
Das Konzept der Osteopathie wurde von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) entwickelt. 1892 gründete er die American School of Osteopathy.
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