Pfeiffersches Drüsenfieber

Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 11.12.2011

Pfeiffersches Drüsenfieber: Die Kusskrankheit

Pfeiffersches Drüsenfieber wird vom Epstein-Barr-Virus ausgelöst und ist eine sehr häufige, im Normalfall harmlose Erkrankung. Besonders oft sind Jugendliche und junge Erwachsene davon betroffen, die sich über Speichelkontakt anstecken. Schwere Krankheitsverläufe sind selten und oft werden leichtere Fälle aufgrund ihrer erkältungsähnlichen Symptome nicht erkannt.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist auch unter den Bezeichnungen Morbus Pfeiffer, (infektiöse) Mononukleose oder Monozyten-Angina bekannt. Ausgelöst wird die Krankheit vom Epstein-Barr-Virus (EBV), das zur Gruppe der Herpes-Viren gehört. Es handelt sich um eines der häufigsten menschlichen Viren. Rund 95 Prozent aller Erwachsenen stecken sich bis zu ihrem 30. Lebensjahr mit EBV an.

Übertragungswege

Ob es zu einer Ansteckung kommt, hängt grundsätzlich vom Zustand des Immunsystems und der Virenmenge ab. Die Übertragung erfolgt oral durch Speichelkontakt. Da Küssen ein sehr häufiger Ansteckungsweg ist, werden werden die Bezeichnungen "kissing disease", "Kusskrankheit" oder "Studenten-Kuss-Krankheit" verwendet. Auch eine Tröpfcheninfektion durch Husten und Niesen sowie gemeinsames Benutzen von Gläsern, Besteck oder Lippenpflegeprodukten kann zu einer Übertragung der Viren führen. Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist aber nicht so infektiös wie ein grippaler Infekt. Da es vier bis acht Wochen dauert, bis die Symptome auftreten, kann eine infizierte Person während dieser Inkubationszeit die Krankheit weiter verbreiten. Bei Kindern ist die Ansteckungszeit manchmal kürzer.

Symptome

Da die Symptome von Pfeifferschem Drüsenfieber nicht immer eindeutig sind, haben viele Personen die Krankheit durchgemacht, wissen es aber gar nicht. Besonders trifft das auf Kinder unter zehn Jahren zu, bei denen das Pfeiffersche Drüsenfieber oft keine oder nur sehr milde Symptome, die einer Erkältung ähneln, auslöst. Bei Teenagern oder Erwachsenen sind die Symptome ausgeprägter und dauern länger an. Die typischen Symptome sind Müdigkeit, Schwäche, Halsschmerzen, Fieber, geschwollene Lymphknoten (Nacken, Achselhhöhlen und Leistengegend), geschwollene Mandeln, Kopfweh, Hautausschlag, Appetitlosigkeit und Nachtschweiß. Eine Primärinfektion beginnt mit grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Halsweh, leichtem Fieber (38° bis 39°C) und geschwollenen Lymphknoten (Hals, Achseln, Leiste). Für Pfeiffersches Drüsenfieber ist auch eine Mandelentzündung typisch, die durch grauen Belag und fauligen Mundgeruch gekennzeichnet ist.


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