PMS bei Frauen
Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 30.05.2006
Prämenstruelles Syndrom
Manchmal ist es gar nicht leicht, eine Frau zu sein. Neben den üblichen Regelbeschwerden leidet jede dritte Frau an Problemen, die einige Tage vor Beginn der Regelblutung einsetzen – deshalb die Bezeichnung "prämenstruell". Da die Symptome in Art und Stärke von Frau zu Frau stark variieren, wurde das Prämenstruelle Syndrom (PMS) lange Zeit als Scheinkrankheit oder normale Ankündigung der Menstruation abgetan.
Das PMS wird aufgrund der Vielzahl an möglichen Ausprägungen sehr allgemein definiert als "regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte auftretende, ausgeprägte körperliche und psychische Beschwerden". Etwa jede dritte Frau erlebt in der einen oder anderen Form vor Einsetzen der Menstruation Brustschmerzen, Wassereinlagerungen, Bauchschmerzen (Völlegefühl, Verstopfung, Blähungen, Übelkeit), Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsbeschwerden, Schlafstörungen usw. Die körperlichen Beschwerden sind zwar unangenehm, aber fast noch schlimmer sind die möglichen psychischen Symptome: Depressive Stimmung, Reizbarkeit, Nervosität, Lustlosigkeit und Lethargie können Partnerschaft, Familie und Beruf stark belasten.
Hormonschwankungen speziell bei Frauen ab 30
Die prämenstruellen Symptome treten immer erst nach dem Eisprung, also in der zweiten Zyklushälfte auf und verschwinden mit dem Beginn der Menstruation, um dann mitunter nahtlos in Regelbeschwerden überzugehen. Vor allem Frauen ab 30 Jahren leiden am PMS, das zwischen 2 und 14 Tagen vor der einsetzenden Menstruationsblutung auftreten kann.
Wie das PMS entsteht und warum nur manche Frauen erkranken, wird kontrovers diskutiert. Fest steht, dass die Lösung mit den Hormonschwankungen des weiblichen Zyklus zu tun hat. Das PMS tritt nur bei Frauen mit Zyklus auf, unterdrückt man nämlich medizinisch oder chirurgisch die Hormonproduktion, dann verschwinden die Symptome. Die Wissenschaft geht davon aus, dass das PMS zu den multifaktoriellen Krankheiten gehört, die aus dem Zusammenwirken mehrerer Ursachen resultieren. Als beeinflussende Faktoren neben den Hormonen werden daher zyklische Veränderungen im Mineralstoffwechsel, zu niedrige Magnesium- und Kalziumwerte, aber auch Stress und falsche Ernährung diskutiert.
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Leider gibt es, trotz der großen Zahl betroffener Frauen, bisher nur wenige wissenschaftliche Studien, die sich mit prämenstruellen Symptomen beschäftigen. Das Psychologische Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz konzentrierte in den letzten Jahren verstärkt Forschungsinteressen im Bereich von Störungsbildern, bei denen sowohl körperliche als auch seelische Symptome auftreten. Verschiedene Arbeitsgruppen befassen sich derzeit mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS), einem Störungsbild das durch das Vorliegen physischer und psychischer Symptome gekennzeichnet ist. Es gilt Entstehungsbedingungen und Psychopathologie besser zu verstehen, um letztlich adäquate (psychotherapeutische) Behandlungsmethoden zu entwickeln!
Ab Mai 2011 führen wir eine Studie durch, in der untersucht werden soll, ob Frauen die unter prämenstruellen Symptomen leiden, Emotionen anders regulieren, als Frauen ohne solche Symptome. Wir suchen Frauen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren, die einen relativ regelmäßigen Menstruationszyklus aufweisen und über regelmäßigen Zugang zum Internet verfügen. Die teilnehmenden Frauen sollten deutliche prämenstruelle Beschwerden vor Beginn der Periode erleben.
Im Rahmen der Studie werden die Teilnehmerinnen zunächst einen Screening-Fragebogen ausfüllen und anschließend zwei Monate ein Symptom-Tagebuch führen. Anschließend finden ein diagnostisches Interview und zwei experimentelle Termine statt. Die Probandinnen erhalten so Informationen zu ihrem individuellen Beschwerdebild, die zum Zwecke der weiteren Behandlungsplanung mit dem Gynäkologen herangezogen werden können. Alle Teilnehmerinnen erhalten nach Abschluss der Studie eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro. Für weitere Informationen wenden Sie sich an:
pemos@uni-mainz.de.
Wir hoffen sehr, einen Beitrag zum besseren Verständnis prämenstrueller Symptome und deren Behandlung zu leisten!
Dipl.-Psych. Lisa Eggert
- PeMoS-Studie -
Psychologisches Institut
Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Wallstr. 3
55122 Mainz
Telefon: 06131-39 39 214
Fax: 06131-39 39 102
E-Mail: pemos@uni-mainz.de
Hierfür sucht die Abteilung Klinische Psychologie der Universität Mainz Frauen zwischen 18 und 44 Jahren, mit regelmäßigem Menstruationszyklus und mit prämenstruellen Beschwerden.
Sie haben Interesse an der Studie teilzunehmen? Für eine erfolgreiche Studienteilnahme erhalten Sie 30 Euro und es warten weitere Vorteile auf Sie.
Weitere Informationen zur Studie sowie eine Registrierung ist über den folgenden Link möglich:
https://www.kbt.info/pre.femin/registration/
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