Prostataentzündung

© Fotolia/Eishier
Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 09.01.2012
Symptome, Diagnose & Therapie
Mögliche Symptome
Eine Prostataentzündung hat nicht immer eindeutige Symptome und ist daher manchmal schwer zu diagnostizieren. Bei folgenden Symptomen ist jedoch eine ärztliche Abklärung ratsam, da sie auf verschiedene Blasen- und Prostatastörungen hinweisen können:
- häufiger Harndrang, besonders in der Nacht
- verringerte Menge des ausgeschiedenen Urins
- Schmerzen und "Brennen" beim Wasserlassen
- Druckgefühl oder Schmerzen im Dammbereich, schmerzhafter Stuhlgang
- ausstrahlende Schmerzen in Leisten, Unterleib, unteren Rücken, Penis oder Hoden
- Störungen der Sexualfunktion - Erektionsschwierigkeiten oder Schmerzen beim Samenerguss
- Fieber und Schüttelfrost
Untersuchung und Diagnosestellung
Der Arzt – meist ein Urologe – nimmt zur Diagnosestellung eine rektale Untersuchung vor. Über den After kann er die Prostata ertasten und so abklären, ob sie geschwollen oder schmerzempfindlich ist. Bei der von Bakterien ausgelösten Form sind akute Zeichen wie Fieber und Schüttelfrost ein wichtiger Hinweis. Zudem lässt sich mit einer Urinprobe, von der im Labor eine Bakterienkultur angelegt wird, der Erregertyp identifizieren. Das ist wichtig, um wirkungsvolle Antibiotika für die Bekämpfung auszuwählen und Resistenzen festzustellen. Als weitere Methode wird eine Massage der Prostata zur Gewinnung von Prostataflüssigkeit angewandt. Der Urin wird vor und nach der Massage verglichen und nach Bakterien oder Entzündungszellen gesucht. Ebenso können Blut und Sperma im Labor einer Untersuchung unterzogen werden. Ein Ultraschall der Prostata kann weiters Veränderungen des Prostatagewebes offenbaren. Für die chronische Prostatitis oder das chronische Schmerzsyndrom des Beckens, bei denen Bakterien keine Rolle spielen, ist weltweit ein standardisierter Fragebogen in Verwendung, der zur Abklärung dient.
Therapie bei Bakterien
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache für die Entzündung. Sind Bakterien die Übeltäter, kommen Antibiotika zum Einsatz. Sie töten die Keime ab oder verhindern, dass sie sich weiter vermehren. Bei einer akuten bakteriellen Prostatitis erfolgt die Antibiotika-Behandlung in den ersten Tagen üblicherweise stationär und über die Vene (intravenös). Nach einer hochdosierten Anwendung für sieben bis 14 Tage wird eine niedrigere Dosis für mehrere Wochen verschrieben. Medikamente zur Schmerzbehandlung können am Anfang ebenso notwendig sein. Bei einer chronischen bakteriellen Prostataentzündung kommen Antibiotika über mehrere Wochen lang zum Einsatz, um die Krankheit auszuheilen.
Behandlung der chronischen Form
Bei der chronischen Prostatitis oder dem chronischen Schmerzsyndrom des Beckens machen Antibiotika keinen Sinn. Hier werden entzündungshemmende Mittel aber auch Alphablocker verschrieben, um das Muskelgewebe der Prostata zu lockern. Warme Kleidung und Sitzbäder sind empfehlenswert, um die Schmerzen und Verspannung zu lindern. Da in manchen Fällen psychischen Faktoren eine Rolle für das Auftreten einer Prostatitis zugeschrieben wird, können Entspannungsmethoden wie Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung für den Patienten hilfreich sein. Depressive Verstimmungen sind besonders bei chronischer Prostatitis keine Seltenheit. In diesen Fällen ist eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll.
Testen Sie sich!
Test: Prostata
Verschwiegen, tabuisiert und doch so aktuell. Wie geht es Ihrer Vorsteherdrüse?
zum Thema ...
URLAUBSANGEBOTE
Sommerträume im Hotel Thermen- hof Paierl in Bad Waltersdorf: 7 ÜN mit Vollpension, hauseigene Thermal- und Saunawelt, Gesichtsmaske, Leihfahrräder etc. um 598 € p. P.
Alle Angebote
Schnäppchen



alltagz
delicious
digg
favoriten.de
icio
linkarena
misterwong
oneview
reddit
technorati
weblinkr
webnews
yigg

ARTIKEL KOMMENTIEREN
Neuen Kommentar verfassen






