Psychotherapie

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Aktualisiert am: 02.09.2011
Formen der Psychotherapie
Ängste, Panikattacken, das Gefühl, ständig überfordert zu sein, Probleme in der Beziehung: Die Gründe, warum sich Menschen für eine Psychotherapie entscheiden, sind vielfältig. Hat man sich erst einmal dazu durchgerungen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, stellt sich die Frage: Welche Methode soll´s denn sein? Hier eine kleine Übersicht.
Autorin: Andrea Krieger
Wollen Sie sich Ihren Kummer von der Seele reden oder können Sie sich nonverbal fast besser ausdrücken? Möchten Sie sitzen oder liegen Sie lieber? Sind Sie bereit, "Hausübungen" zu erledigen? Wie viel Zeit möchten Sie sich nehmen? Neben der Abwägung, ob Sie sich lieber von einem Mann oder einer Frau helfen lassen, stehen Sie vor Überlegungen wie diesen, wenn Sie eine Psychotherapie machen wollen. Wie die Seelenreparatur abläuft, hängt letztendlich mit der jeweiligen Methode und dem Erklärungsmodell, woher psychische Probleme kommen und wie diese am besten zu beseitigen sind, zusammen.
Psychoanalyse
Die wohl bekannteste Therapieform ist die Psychoanalyse, bei der man in der Regel liegt, während der Therapeut dahinter sitzt. Aufgrund ihrer langen Tradition – die Methode geht auf Sigmund Freud zurück – gilt die Psychoanalyse für viele als Königsweg. Ihre Träume als Schlüssel zum Unbewussten spielen dabei eine wichtige, aber nicht die einzige Rolle. Wichtig ist auch die "Freie Assoziation", dass Sie also alles sagen, was Ihnen einfällt. Unverarbeitete Konflikte aus der Kindheit sollen auf diese Art sichtbar und im Zuge der Therapie verarbeitet werden. Eine Psychotherapie zieht sich nicht selten über Jahre und im Idealfall geht man mindestens zweimal die Woche hin. Dazu braucht man auf jeden Fall genug Zeit und Geld.
Verhaltenstherapie
Wesentlich schneller, dafür allerdings weniger gründlich, arbeitet die Verhaltenstherapie, bei der man dem Therapeuten gegenüber sitzt. Während bei der Psychoanalyse uralte Erlebnisse relevant sind, lautet die Maxime in diesem Fall ganz pragmatisch: Auf das Hier und Jetzt kommt es an. Und so ist es weniger wichtig, Ursachen zu finden als zur Tat zu schreiten. Das passiert mittels Übungen, durch die man zu neuen Erfahrungen und neuen Sichtweisen kommen soll. Ein einfaches Beispiel: Eine Person mit geringem Selbstwertgefühl wird aufgefordert, eine Liste mit Dingen zu erstellen, die sie gut kann.
Systemische Familientherapie
Ein veritabler Renner ist derzeit die Systemische Familientherapie, welche die Probleme des Einzelnen in Konnex zu seinen sozialen Beziehungen und zu seiner aktuellen Lebenssituation sieht. Im Fokus steht hier die Interaktion in der Familie oder Partnerschaft. Ein wichtiger Bestandteil dieser Methode sind so genannte Aufstellungen, die in der Gruppe stattfinden. Ein Klient positioniert dabei unter den anderen Seminarteilnehmern ausgewählte "Stellvertreter" seiner eigenen Familie in einem Raum. Was die aufgestellten Personen dabei empfinden, spielt eine wichtige Rolle. Der Klient geht mit einer Anregung, sein Problem neu zu beurteilen und dementsprechend sein Verhalten zu ändern, nach Hause. Was ein bisschen nach Hokuspokus klingt, funktioniert tatsächlich und ist aufgrund der schnellen Ergebnisse sehr beliebt.
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