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Buchtipp: Gesundheit aus dem eigenen Garten

Selbst säen, selbst ernten. Um sich der Kraft der Pflanzen zu bedienen, reicht ein kleines Stück Garten oder Balkon. Schon der bloße Aufenthalt im grünen Reich der Natur wirkt sich Studien zufolge positiv auf unsere Gesundheit aus. Die milden Temperaturen des Herbstes kommen dafür wie gerufen. Und in der kalten Jahreszeit kann die Beschäftigung mit Gartenliterartur, das Planen des eigenen grünen Refugiums, das Zeichnen von Pflanzplänen und das Besorgen von Saatgut die Zeit bis zum Wiedererwachen der Natur verkürzen.

Gartenarbeit sorgt für geistige Entspannung und bietet Raum für ein gemütliches Beisammensein mit Familie und Freunden. Wer sich zudem mit frischem, unbelastetem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau ernährt, erfährt nicht nur einen unvergleichlichen Genuss, er versorgt gleichzeitig seinen Körper mit wertvollen Vitaminen und Ballaststoffen, stärkt so das Immunsystem und wird seltener krank.

Glücklich ist, wer einen Garten oder Balkon besitzt. Denn selbst säen und ernten macht auch im Oktober noch großen Spaß, und wer einen Teil seiner Ernährung durch Selbstversorgung decken kann, entlastet nicht nur die Geldbörse, er leistet auch einen wichtigen Beitrag zu seiner Gesundheit. Neben Karotten, Tomaten, Salat oder Beeren bieten selbstangebaute Heilpflanzen sogar schnelle Hilfe für kleinere und größere Beschwerden.

Der Geschmack der Natur

Schon der griechische Arzt des Altertums Hippokrates von Kos wusste um die Wirkung des Geschmacks auf unsere Gesundheit. Ob süß, sauer, salzig, scharf oder bitter – jede Geschmacksrichtung hat einen ganz spezifischen Effekt auf unsere Organe. Essen wir zu viel von dem einen, schlagen sich seine negativen Wirkungen schnell durch, nehmen wir andererseits zu wenig von dem anderen zu uns, kann sich seine Kraft zum Teil nicht entfalten. Doch bedingt durch unseren modernen Lebensstil und den Einsatz von künstlichen Aromen und standardisierten Würzmischungen in Fertigprodukten ist uns der natürliche Geschmack von Obst und Gemüse auf Kosten unserer Gesundheit abhanden gekommen. Frisches aus dem Garten schmeckt aber besser und genau dieser Effekt lässt sich in der Nahrungsmittelindustrie bei Verarbeitungsschritten wie kochen, trocknen oder einfrieren nicht ohne Weiteres konservieren. Ein guter Grund, sich ein Stück pure Natur auf den Teller zurückzuholen.

Erholungsraum und Vitaminspender

Saftige Bohnen, knackige Radieschen, aromatische Tomaten, frischer Salat sowie duftende Kräuter – schon ein kleiner Gemüsegarten reicht, um sich am guten Geschmack der Natur zu bedienen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit zu tun. Zudem fördert die Arbeit an der frischen Luft die Kondition und wirkt entspannend auf Geist und Körper. Eine Grundvoraussetzung für den positiven Effekt ist allerdings, den Garten im Einklang mit der Natur zu bewirtschaften, also auf Agrarchemikalien gänzlich zu verzichten und Nützlingen genügend Platz zu bieten. Auch auf einem Balkongarten können Gemüse und Kräuter kultiviert werden. Mit dem entsprechenden Wissen über die Licht- und Windverhältnisse seiner Terrasse kann die Ausrichtung der Pflanzen bestimmt und grauer Beton in eine grüne Oase verwandelt werden. Wer weder Garten noch Balkon sein Eigen nennen kann, muss dennoch nicht auf Nutzpflanzen verzichten, und begrünt einfach die Fensterbank. Ein paar Töpfe mit Kräutern und Blumen können durchaus auch Gartenstimmung in die eigenen vier Wände zaubern.

Gesundheitsbewusste Selbstversorgung

Wissenswertes rund um das Thema gesunde Pflanzenzucht im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank hat Heide Hasskerl in ihrem Ratgeber "Gesundheit aus dem eigenen Garten" zusammengetragen. Die Biobäuerin und Autorin führt darin in die gesundheitlichen Geheimnisse der wichtigsten Gartenpflanzen ein, gibt Tipps für schonende Zubereitungsarten von Gartenfrüchten und beschreibt, wie man die heilenden Kräfte von Pflanzen optimal nutzt.

Die Autorin

Heide Hasskerl, freiberufliche Autorin und Bio-Landwirtin, hat bereits mehrere Bücher zu den Themen Garten und Gemüse verfasst. Im Leopold Stocker Verlag erschienen die Bücher "Alte Gemüsearten neu entdeckt" und "Selbstversorgt! – Gemüse Kräuter und Beeren aus dem eigenen Garten".

Heide Hasskerl
Gesundheit aus dem eigenen Garten
Für Selbstversorger
Leopold Stocker Verlag 2012
192 Seiten
ISBN: 978-3-7020-1353-0
Preis: 19,90 €