Fasten - Verzicht mit Risiko

Fasten - Verzicht mit Risiko

Religiöse Fastentradition

Formen des Fastens

Eine Fastenwoche

Risiken und Nebenwirkungen

Tipps zum Fasten

Links und Buchtipps

Beim Fasten standen ursprünglich religiöse Motive im Vordergrund. Auch heute verzichten noch viele Menschen in den 40 Tagen zwischen Aschermittwoch und Ostern gerne auf einen Teil ihrer Nahrung. Die einen möchten den Körper entgiften und verzichten auf Fleisch, Süßes, Alkohol oder Nikotin. Andere wollen der Idealfigur näher kommen. Zum dauerhaften Abnehmen eignet sich eine Fastenkur jedoch wenig.

Fasten liegt im Trend. Schon Wochen vor dem Aschermittwoch wird man von allen Seiten gefragt: "Und – machst du heuer mit und trinkst in der Fastenzeit auch keinen Alkohol?" Der Verzicht auf Alkohol oder Nikotin hat durchaus etwas Positives.

Doch Fasten heißt definitionsgemäß eigentlich, über einen begrenzten Zeitraum freiwillig auf feste Nahrung und Genussmittel zu verzichten. Und das ist gleichzeitig das Problem. Denn manche Fastenformen wie die Nulldiät oder das Heilfasten bergen auch Risiken. Für unterernährte Menschen, Patienten mit Herzerkrankungen, Gefäßstörungen, erhöhten Harnsäurewerten, Krebs, Diabetes oder Essstörungen kann Fasten gefährlich werden.

Aber auch gesunde Menschen sollten eine längere Fastenkur immer nur unter Aufsicht eines Arztes durchführen. Gegen einzelne Fastentage in regelmäßigen Abständen, an denen man ausschließlich Flüssigkeit oder Obst zu sich nimmt, ist hingegen nichts einzuwenden.

Fasten heißt nicht abnehmen!

Ursprünglich war das Fasten religiös motiviert. Mittlerweile muss das Fasten jedoch meistens zum Reduzieren von lästigen Fettpolstern herhalten. Zum langfristigen Abnehmen ist eine Fastenkur jedoch gänzlich ungeeignet. Häufig endet so eine Crash-Diät im Teufelskreis des ständigen Zu- und Abnehmens, dem so genannten Jojo-Effekt.

Das Hungern lohnt sich nur, wenn die Ernährungsgewohnheiten langfristig verändert werden. Der kurzzeitige Verzicht auf Essen kann jedoch die Wahrnehmung für Hunger, Sättigung und Appetit verstärken und so für eine Ernährungsumstellung sehr hilfreich sein. Das Ziel ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung, die reich an Vollkornprodukten, Obst und Gemüse ist.

Mythos Entschlacken

Oft wird im Zusammenhang mit Fasten auch von einer Entschlackungskur gesprochen. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft gibt es jedoch keine Schlacken im menschlichen Körper. Die aus Nahrungsbestandteilen entstehenden Abbauprodukte werden über Niere, Leber und Haut ausgeschieden und sammeln sich nirgendwo im Körper in Form von toxischen Endprodukten an.

Linktipps:

Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs

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