Lärm: Ohren im Dauereinsatz

Schützen Sie sich vor Lärm, Knalltrauma und Co.

In der Initiative "Hear the World" empfiehlt der Hörgerätehersteller Phonak folgende Maßnahmen zur Prävention von Hörschäden:

Achten Sie darauf, den Geräuschpegel am Arbeitsplatz möglichst niedrig zu halten. Schalten Sie Telefone auf einen leisen Klingelton, verlegen Sie Drucker und Fax wenn möglich auf den Gang und verlegen Sie schalldämpfende Teppiche.

Fernseher, Radio und Stereoanlage sollten möglichst leise aufgedreht werden. Besonders bei der Verwendung von Kopfhörern ist Vorsicht geboten. Genießen Sie sich auch öfter ein fernseh- und radiofreies Wochenende.

Mit einem Gehörschutz gegen Lärmschaden

Verwenden Sie passenden Gehörschutz (Ohrstöpsel) bei lauten Konzerten oder in Diskotheken. Nach einem lauten Konzert sollten Sie Ihren Ohren ein paar Tage keinen Lärm zumuten, damit sich das Gehör wieder regenerieren kann.

Ruhe ist das beste Mittel gegen Lärm in den Ohren

Gönnen Sie Ihrem Ohr viele Ruhepausen. Dr. Lutz Wilden, Experte für Tinnitus und dessen Behandlung mit Low-Level-Lasertherapie, empfiehlt, die Ohren möglichst häufig vor unnötigem Lärm zu schützen und selbst im Zug oder Flugzeug Ohrstöpsel zu verwenden.

Achtung bei Kindern – Spielzeug kann Lärmschaden verursachen

Achten Sie auch beim Kauf von Kinderspielzeug auf mögliche Lärmquellen. Bereits 14 Prozent aller 14-Jährigen haben Hörprobleme. Gar nicht so selten sei Kinderspielzeug daran schuld, erklärt die auf Kinder spezialisierte Audiologin Birgit Ramin vom Hörgeräte-Hersteller Phonak. Viele Spielsachen wie Spielzeugpistolen liegen in der Lautstärke oft deutlich über der für die Gesundheit noch akzeptablen Schallgrenze.

Ist das Gehör erst einmal geschädigt, wird die Verschlechterung am Anfang häufig nicht bemerkt – mit dramatischen Folgen. Durch das schlechte Gehör kann sich die Sprachentwicklung verzögern, die motorische Entwicklung kann leiden und nicht selten sind hörschwache Kinder misstrauischer, zurückgezogener oder haben Probleme in der Schule. Ein Verzicht auf allzu lautes Spielzeug und der vorsichtige Umgang mit anderen Lärmquellen können diese Beeinträchtigungen in vielen Fällen verhindern.

Der Klassiker: Verkehrslärm

Natürlich ist auch die Verkehrsplanung beim Thema Lärm gefordert: Sanierte Straßenbeläge, Lärmschutzwände, Tempolimits sind nur einige Beispiele. Wer an einer verkehrsreichen Straße wohnt, ist mit Lärmschutzfenstern gut beraten. Dafür werden auch Förderungen gewährt.

Nicht zuletzt ist auch der Einzelne dazu aufgefordert, einen Beitrag zu einer geringeren Lärmbelästigung leisten. Rücksicht auf die Nachbarn nehmen, nicht zu laut Musik hören, Einhaltung der Nachtruhe und keine lautstarken Telefonate in der Straßenbahn vereinfachen das Leben miteinander.