Blatt mit Wassertropfen

Luftbefeuchter: Sinn oder Unsinn?

Das richtige Modell wählen

Der Winter rückt immer näher und die Heizungen werden wieder voll aufgedreht. Das Heizen verursacht allerdings trockene Luft, die auch die Haut austrocknet und das Atmen erschweren kann. Ein Luftbefeuchter scheint für viele die Lösung dieser Probleme zu sein. Doch ein Luftbefeuchter ist nicht immer sinnvoll.

Gereizte Augen, spröde Haut und erschwerte Atmung – dies alles sind mögliche Folgen von trockener Heizungsluft. Aber nicht nur das: "Studien deuten daraufhin, dass Grippeviren in trockener Luft eine längere Überlebensdauer haben", sagt Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Und: "Auch Möbel können leiden. Die Oberfläche von Vollholzmöbeln wird rissig oder der Parkettboden fängt zu knarren an."

Zuvor die Luftfeuchtigkeit messen

Genügend Gründe also, um über die Anschaffung eines Luftbefeuchters nachzudenken. "Bevor man sich aber einen Luftbefeuchter zulegt, sollte man die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer messen", so Floss. "Liegt diese unter 40 Prozent, gibt es keinen Grund für einen Luftbefeuchter." Gerade in Neubauten mit sehr dicht schließenden Fenstern sei es wichtig, die Luftfeuchtigkeit vorab zu messen. Denn auch ein Zuviel an Feuchtigkeit könne ein Problem sein, da sich dadurch die Gefahr der Schimmelbildung erhöhe.

Die Luftfeuchtigkeit misst man am besten in einem normal beheizten Raum bei etwa 20 bis 22 Grad. Liegen die Werte anhaltend unter 40 Prozent, ist der Einsatz eines Luftbefeuchters ratsam. Vor Dezember braucht man das Gerät übrigens nicht einzuschalten. "Die Wohnung braucht ein bis zwei Monate, um wirklich trocken zu werden. Daher sind Luftbefeuchter nicht schon beim ersten Kälteeinbruch sinnvoll", so Floss.