Nichtrauchende Frau

Gesund und schlank - beides ist möglich

Die Sucht bekämpfen

Die Ruhe des Sommers bietet sich doch ideal an, neue Projekte in Angriff zu nehmen. Wie zum Beispiel das Nichtrauchen. Haben Sie es vielleicht bereits probiert? Sogar mehrere Male? Und sind unter anderem daran gescheitert, dass Sie zwar glückliche Nichtraucherin waren, aber in die geliebten Röhrenjeans nicht einmal mehr trotz heftigen Luftanhaltens hineinpassten? Was nicht zuletzt dazu führte, dass Sie schleunigst wieder zum Pofeln anfingen? Das muss nicht mehr sein! Wir haben uns auf die Suche nach Abhilfe gegen dieses lästige Phänomen gemacht - und siehe da! Bei dem Geschwisterpaar Vatanparast wurden wir fündig.

Die zwei persisch-österreichischen Schwestern Dr. Zinat und Dr. Zahra Vatanparast leiten gemeinsam das Family Med & Health Center, das auf Familienplanung und Lifestyle-Medizin spezialisiert ist. Als Gynäkologin und Augenärztin mit zahlreichen Weiterbildungen beschlossen die beiden, den Bereich Lifestyle-Medizin in ihre Praxis zu integrieren. Darunter verstehen sie Gewichtsreduktion und vor allem Rauch-entwöhnung ohne Gewichtszunahme.

Vor allem Frauen scheuen davor, dem lästigen Glimmstängel endgültig den Garaus zu machen. Einerseits kennen sie zwar das Risiko, das das Rauchen mit sich bringt, fürchten aber dennoch eine Gewichtszunahme bzw. haben diese bereits am eigenen Leib erlebt. In diesem Fall entscheiden sie sich dann doch lieber dafür, noch eine Zeit lang weiterzurauchen.

Individuell abgestimmte Therapie

Dieser Kreislauf soll nun durchbrochen werden. Gemeinsam mit den beiden Ärztinnen wird ein individuell abgestimmtes Programm entwickelt, das dem Patienten dabei helfen soll, erstens stark zu bleiben und zweitens auch nach der ersten Phase der Euphorie der erneuten Versuchung zu widerstehen. Es wird festgelegt, welche Schritte unternommen werden müssen, damit der Patient sein gewünschtes Ziel erreicht.

In einem ausführlichen Erstgespräch wird ermittelt, welches Rauchverhalten man selbst an den Tag legt. Ist man Genuss-, Gelegenheits- oder sogar Kettenraucher? Bei starken Nikotinabhängigen wird dann in der Regel eine 3-monatige Tablettenkur verschrieben. Die Inhaltsstoffe dieser Tabletten gaukeln dem Suchtzentrum im Gehirn vor, dass man trotz Nikotinentzug geraucht hätte, womit einem die Lust auf Zigaretten vergeht. Bei Gewohnheitsrauchern wird mit einer Verhaltenstherapeutin zusammengearbeitet. Da Rauchen an und für sich eine Gewohnheit wie jede andere ist, die man sich über lange Zeit antrainiert hat, kann man sie sich ebenso wieder abtrainieren, indem man sie durch andere Gewohnheiten ersetzt. Zusätzlich kommt hier die biologische Laserakupunktur zur Anwendung. Das ist eine revolutionäre Methode, die in Österreich noch relativ selten anzutreffen ist. Dabei werden an die wichtigsten Akupunkturstellen Kathoden angeschlossen, mittels derer dann der Laser an der gewünschten Stelle zum Einsatz kommt. Diese Methode wirkt nachweislich genauso wie die Akupunktur, nur dass sie den Vorteil der Schmerzfreiheit genießt. Das Ganze kann auch intravenös eingesetzt werden. Dabei bestrahlt der Laser die Mitochondrien, die als "Kraftwerke" der Zellen fungieren. Ziel ist es hierbei, die Zellen von Grund auf zu stärken.

Essen statt Zigarette?

Bis bis zu einem gewissen Grad stimmt es, dass Rauchen einen schlank hält. Durch den inhalierten Rauch und die Schadstoffe werden langsam aber sicher die Geschmacksknospen beschädigt, folglich schmeckt man weniger und verliert demnach die Lust auf Essen. Zusätzlich wirkt Nikotin appetithemmend, das heißt also, dass Sie so oder so weniger Hunger haben. Wenn sich Ihr Appetit im Zuge der Rauchentwöhnung normalisiert, ist es also nur verständlich, dass Sie in der Folge automatisch ein bis zwei Kilo zunehmen werden. Die werden Sie aber rasch wieder los, wenn Sie Ihren hoffentlich ausgewogenen Ernährungsgewohnheiten weiterhin treu bleiben und nicht statt der Zigarette jetzt zu Schokolade oder Ähnlichem greifen. Das hört sich jetzt vielleicht nach einer Milchmädchenrechnung an, entspricht aber den Tatsachen. Oft verwechseln Raucher am Beginn der Entwöhnung die körperlichen Symptome des Nikotinabbaus mit Hunger und handeln dementsprechend, indem sie essen, was natürlich zu den gefürchteten Kilos mehr führt.