Hermannsgitter

Gehirn und Auge täuschen

Dimensionen und Wechselbilder

Linienführung

Das menschliche Gehirn funktioniert besser als jeder Computer. Dennoch lässt es sich austricksen. Wir erklären Ihnen, warum.

Das Gehirn wird sekündlich mit einer Vielzahl an optischen Reizen überflutet. Das meiste, was man vor Augen hat, kennt man bereits. Und um herauszufinden, womit man es tatsächlich zu tun hat, vergleicht das Gehirn das Gesehene mit früheren Seherfahrungen. Schwieriger wird es, wenn die optischen Informationen unklar sind, denn dann muss das Gehirn raten. Dabei kann es sich auch vertun.

Hermannsgitter

Dort, wo sich in diesem Gitter die weißen Linien kreuzen, sieht man graue Punkte, obwohl die natürlich nicht da sind.

Der Grund:
Fällt das Licht einer Kreuzung auf die Netzhaut, schalten jene Rezeptoren im Gehirn ab, die genau von der Mitte des Kreuzes Licht erhalten. Doch die Rezeptoren in der Umgebung empfangen weiterhin Licht und übermitteln diese Informationen an das Gehirn.

Dort, wo die Rezeptoren abgeschaltet sind, sieht das Gehirn einen grauen Fleck; dort, wo sie eingeschaltet sind, eine weiße Linie.