Spange gegen Schnarchen?

Die Schnarchspange

Was tun bei Schnarchen?

Zirka zwei Millionen Österreicher leiden unter Schlafstörungen durch Schnarchen. Doch dies beeinträchtigt nicht nur die Schlafqualität der Angehörigen, sondern auch die der Schnarcher selbst. Nun hat eine neue Methode ihren Weg nach Österreich gefunden: die Schnarchspange, entwickelt von einem Schweizer.

"30 Prozent der Männer und zehn Prozent der Frauen schnarchen regelmäßig", weiß Univ.-Prof. Dr. Manfred Walzl, Leiter der Schlafmedizin an der Landesnervenklinik Graz. Beim Schnarchen vibrieren die Rachenweichteile und das Gaumenzäpfchen im Schlaf, "so wie Wäsche im Wind flattert". 92 Prozent der Partner werden vom Schnarchen beeinflusst, weiß der Experte. Denn immerhin bringt es ein Schnarcher schon mal auf 90 bis 95 Dezibel – so laut wie ein Presslufthammer oder eine Kettensäge. "Ein Schnarcher verursacht also Schlafstörungen bei zwei Personen."

Gefährlich: Schlafapnoe

Noch relativ harmlos, zumindest für den Schnarcher selbst, sei das "einfache" Schnarchen. Auch wenn neue Untersuchungen zeigen, dass Schnarcher eher an einer chronischen Bronchitis leiden als leise Schläfer, so Walzl. "Die größte Gefahr droht aber, wenn das Schnarchen mit so genannten Schlafapnoen, Atemstillständen im Schlaf, kombiniert ist." So wacht ein Apnoeiker 50- oder 60-mal pro Nacht mit Atemstillständen von bis zu zwei Minuten auf, obwohl er selbst nichts davon spürt. "Er kommt gar nicht erst in die Tiefschlafphase, kann sich nicht richtig erholen und ist am nächsten Tag müde."

Fatal beispielsweise in Hinblick auf die höhere Unfallgefahr am Steuer. Durch das erhebliche Absinken der Sauerstoffversorgung kann zudem das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko um das Zehnfache ansteigen. Auch Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Schwindel, nächtliches Schwitzen, Herzrhythmusstörungen oder sogar Impotenz könten auf das Konto von nächtlichen Apnoen gehen, weiß der Experte.