Frau mit halbvollem Glas

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Das Goldene Buch

Optimismus mit Hirn

Menschen durchlaufen immer wieder Zeiten, in denen sie äußere Anforderungen als bedrohlich, manchmal als unbewältigbar erleben. Oft genügt dann die geringste Kleinigkeit, um einen auf die Palme zu bringen oder in den totalen Rückzug zu drängen.

Text von: Hildegard Rosenthal, Coach

Die sieben fetten und die sieben mageren Jahre kennen wir bereits aus der Geschichte. Es mag ja sein, dass es nicht immer gerade sieben Jahre sind, doch den Wechsel von guten und weniger guten Zeiten kennen wir. Auch wenn es bei manchen so aussehen mag, als hätten sie nie magere Jahre – nun, lassen Sie sich gesagt sein, die haben in den fetten Jahren vorgesorgt.

Selbstwertgefühl – Ursache und Wirkung

Dazu ein kleiner Ausflug in die Psychologie: Unser Selbstwertgefühl hilft uns, in bestimmten (Lebens-)Situationen entspannter zu reagieren, weil wir uns unseres Wertes bewusst sind. Ist unser Selbstwertgefühl sehr gering, strahlen wir Unsicherheit aus und spüren das auch an den Reaktionen unseres Gegenübers. Wir treten leise oder besonders laut auf, weil wir uns unsicher fühlen, wir treten nicht für das ein, was wir für wichtig und richtig halten. Wir beachten und beobachten ständig die Reaktionen anderer Menschen auf unser Verhalten und wir sehen mehr Menschen, die scheinbar besser oder erfolgreicher sind als wir. Wir trauen uns nicht zu, anerkannt zu werden, oder etwas gut zu machen. Wir meinen, etwas muss perfekt sein, bevor wir damit an die "Öffentlichkeit" gehen können. Und: Wir bekommen aus unserer Sicht kontinuierlich Bestätigung für all das – weil wir ja den Fokus ausschließlich genau dort hin rücken.

Optimismus – Pessimismus

Haben Sie nun auch noch eine stark pessimistische Lebenseinstellung (siehe Pessimisten-Test), werden Sie im Sinne der selbsterfüllenden Prophezeiung alles Pech und Unglück auf sich ziehen. Die interpretierte Ablehnung anderer wird nach einiger Zeit tatsächlich Wahrheit, weil Sie für Ihr Gegenüber anstrengend und energieraubend werden. Auch die besten Freunde haben ihre Grenzen.