Regelbeschwerden
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 30.05.2006
Tipps für die Tage
Wenn organische Ursachen für Ihre Regelbeschwerden auszuschließen sind, können Sie Ihre Beschwerden dennoch auf verschiedenste Weise mildern.
Grundsätzlich sollten Sie eine gute Einstellung zu den Vorgängen in Ihrem Körper haben. Eine ablehnende Haltung gegenüber der Menstruation oder Ihrer Weiblichkeit kann zu stärkeren Regelbeschwerden führen. Auch Stress, Probleme in der Partnerschaft oder im Berufsleben können sich auf die Menstruation schlagen. Der psychische Aspekt als Auslöser für Regelbeschwerden sollte nicht unterschätzt werden.
An den Tagen sollten Sie sich und Ihren Körper besonders verwöhnen und das machen, was Ihnen gut tut. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und Ruhe, planen Sie für diese Zeit keine anstrengenden Unternehmungen und versuchen Sie auch am Arbeitsplatz etwas leiser zu treten. Sorgen Sie für eine gesunde, ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung sowie für viel frische Luft. Auf Nikotin, Alkohol und Koffein sollten Sie hingegen zumindest am ersten Tag der Regel verzichten.
Bei Regelschmerzen ist es oft ein Teufelskreis der Verspannung. Denn Schmerzen führen zu weiteren Verkrampfungen, was wiederum die Beschwerden noch verstärkt. Entspannung und Entkrampfung sind also das Um und Auf. Entkrampfend bei Unterleibsschmerzen wirken Wärmeflaschen oder Bauchmassagen. Auch ein warmes Entspannungsbad mit ätherischen Ölen oder spezielle Entspannungsübungen wie Yoga oder Autogenes Training können kleine Wunder bewirken. Bewegung und Sport während der Tage können ebenfalls sehr entspannend wirken, sofern Sie Lust darauf haben. Auch langfristig gesehen hilft regelmäßige sportliche Betätigung gegen Verkrampfungen im Unterbauch.
Akute Schmerzberuhigung bringen auch krampflösende Tees wie Frauenmantel, Gänsefingerkraut, Kamille und Schafgarbe. Hirtentäschel wirkt zusätzlich Blut stillend. Bei starken Beschwerden helfen auch Medikamente aus der Apotheke. Die Wirkstoffe Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) und Paracetamol werden am häufigsten bei Regelschmerzen verschrieben. Auch Magnesium, Vitamin B6 und Fischfette mit essentiellen Fettsäuren (z.B. Linolsäure) können die Beschwerden lindern.
Wenn Sie sich für eine hormonelle Verhütungsmethode entschieden haben, so können manche Präparate, die rein auf Gestagen basieren, auch die monatlichen Regelschmerzen verhindern. Über längere Zeit eingenommen wirkt auch Mönchspfeffer, weil das pflanzliche Präparat den Zyklus und Hormonhaushalt regelt.
Nicht zuletzt wirkt sich auch ein aktives Sexualleben während der Menstruation positiv auf die Regelschmerzen aus. Ein Orgasmus verbessert die Durchblutung in der Bauchregion und lindert damit ebenfalls die Menstruationskrämpfe.
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