Reisen mit Kindern
Aktualisiert am: 28.06.2007
Teil 1: Mit Kindern unterwegs
Teil 2: Optimaler Schutz für Babys
Teil 3: Mit Kleinkindern am besten in den Club
Teil 4: Kinder über drei Jahren
Teil 5: Vorkehrungen für Schulkinder
Teil 6: Sorgfältige Planung
Mit Kleinkindern am besten in den Club
Grundsätzlich stellen Fernreisen auch für Kleinkinder noch ein gewisses Risiko dar, dieses ist jedoch deutlich besser kalkulierbar als bei Kindern unter einem Jahr.
Etwa bis zum dritten Lebensjahr ist bei Reisen in Ländern mit sehr niedrigem Hygienestandard oder sehr mangelhafter medizinischer Versorgung noch immer Vorsicht geboten. Überdies werden individualtouristische oder reine Besichtigungsreisen mit häufigem Standortwechsel für Kinder in diesem Lebensabschnitt eine erhebliche Belastung darstellen, ganz abgesehen von den medizinischen Problemen im Krankheitsfall.
Seitens der üblichen Prophylaxemaßnahmen und Impfungen sind Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr wesentlich besser zu betreuen, die meisten Impfungen können durchgeführt werden, und auch eine medikamentöse Malariaprophylaxe wird eher akzeptiert.
Freilich - und dies gilt wiederum vor allem für Kinder unter drei Jahren - stellt der Nachwuchs, der in diesem Alter dauernd beaufsichtigt, beobachtet und betreut werden muss, die Eltern vor sehr hohe Anforderungen und damit unter Umständen sogar den gesamten Urlaubserfolg in Frage. Da die Kleinen dazu neigen, alles was ihnen in die Hände kommt, auch in den Mund zu stecken, ist gerade in Ländern mit einer schlechten Hygienesituation eine nahezu ununterbrochene Aufsicht nötig.
Denken Sie über einen Cluburlaub nach
Aus der Sicht des Reisemediziners wären somit für Kinder zwischen dem vollendeten ersten und dem vollendeten dritten Lebensjahr vor allem Cluburlaube zu empfehlen, und zwar in touristisch gut erschlossenen Gebieten, wie zum Beispiel in der Türkei, außerhalb Europas auf den Badeinseln Thailands, in der Dominikanischen Republik etc. Der kindliche Stoffwechsel ist jedoch noch labil, und es ist zu bedenken, dass durch die Angewohnheit, den Durst im heißen Klima durch ungewohnt große und vorzugsweise sehr kalte Flüssigkeitsmengen zu stillen, der ohnehin schon belastete Verdauungstrakt leicht überfordert ist.
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