Reisen mit Kindern

Aktualisiert am: 28.06.2007

Optimaler Schutz für Babys

Jedes Elternteil kennt das: Gerade das gesamte Verdauungssystem ist bei Kleinstkindern noch sehr labil. Die südliche Hitze bewirkt außerdem eine längere Verweildauer der Speisen im Magen und im Dünndarm. Jede Ernährungsstörung führt bei sehr kleinen Kindern zu einer Resistenzminderung und zu einer Infektionsgefahr. Jede Infektion bewirkt eine Stoffwechselstörung, die ihrerseits wieder eine Ernährungsstörung zur Folge hat. Durch diesen Teufelskreis laufen Säuglinge rasch Gefahr, in eine Austrockung des Körpers zu geraten. In schweren Fällen kann der Zustand bis zur Vergiftung (Toxikose) führen.

Impfen kaum möglich

Nicht zuletzt muss man bedenken, dass bei Kindern vor Vollendung des ersten Lebensjahres in vielen Fällen ein optimaler reisemedizinischer Schutz im Sinne von Impfungen nicht möglich ist. Es sind in diesem Lebensalter viele der üblichen Kinderimpfungen noch nicht vervollständigt, das heißt, sogar hinsichtlich der notwendigen Basisimpfungen ist nur ein teilweiser Schutz gegeben. Außerdem können viele Reiseimpfungen, die für den Erwachsenen selbstverständlich sind, einfach noch nicht verabreicht werden. Gleichermaßen stößt die gegebenenfalls erforderliche medikamentöse Malariaprophylaxe auf Schwierigkeiten, schon allein deshalb, weil man einem Kind unter einem Jahr die sehr bitter schmeckenden Tabletten kaum wird verabreichen können.

Bleiben Sie in Westeuropa

Reisen mit Kindern im ersten Lebensjahr beschränken sich - aus touristikmedizinischer Sicht - am besten auf den westeuropäischen Raum (inklusive Griechenland), wo auch eine zu starke Hitzebelastung vermieden werden kann. Bereits die Türkei ist - wegen der hohen Durchfallswahrscheinlichkeit - als problematisch einzustufen. Lange Flugreisen sind Kindern in diesem Alter ebenfalls nur schwer zumutbar.


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