Rheumatoide Arthritis

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Autorin: Mag. Sonja Tautermann
Aktualisiert am: 14.11.2011
Teil 1: Rheumatoide Arthritis: chronisch-entzündliches Rheuma
Teil 2: Diagnostik und Therapie
Teil 3: Links und Buchtipps
Rheumatoide Arthritis: chronisch-entzündliches Rheuma
Rheumatoide Arthritis, früher auch chronische Polyarthritis genannt, ist eine unheilbare Krankheit. Sie geht mit schmerzhaften Gelenkschwellungen einher, die bis zur Zerstörung der betroffenen Gelenke reichen kann. Durch Früherkennung und die richtige medikamentöse Therapie kann die Gelenkserkrankung verzögert oder gar gestoppt werden.
Gelenksentzündungen sind das Hauptmerkmal der Rheumatoiden Arthritis, von der in Österreich ca. 40.000 bis 80.000 Menschen betroffen sind (0,5 bis zwei Prozent der Bevölkerung). Es handelt sich bei dieser Autoimmunerkrankung um die häufigste Form von entzündlichen rheumatischen Gelenkserkrankungen. "Die Entzündung frisst sich in die Knochen hinein, daher muss man rasch handeln, bevor es massiv wird", warnt der Rheumatologe Prim. Univ.-Prof. Dr. Ludwig Erlacher, Vorstand der 2. Medizinischen Abteilung des SMZ-Süd.
Frühsymptome
Bei folgenden Frühsymptomen sollte man laut Prim. Erlacher an das Vorliegen einer Rheumatoiden Arthritis denken:
- mind. ein geschwollenes Gelenk
- schmerzende Handgelenke
- Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält (die Betroffenen können z.B. kein Glas halten, keine Faust machen)
Alle Altersgruppen betroffen
Frauen erkranken dreimal häufiger an Rheumatoider Arthritis als Männer. Auch wenn der typische Patient zwischen 40 und 60 Jahre alt ist, sind alle Altersgruppen betroffen, darunter auch Kinder (juvenile idiopathische Arthritis) und zunehmend die ab 30-Jährigen. Die Krankheit ist unheilbar. Die Ursachen sind unbekannt. Man vermutet, dass eine ererbte Veranlagung gemeinsam mit äußeren Faktoren zu einer Fehlregulation des Immunsystems und einer Autoimmunreaktion führt.
Symptome
Typisch sind die folgenden Symptome:
- Vorboten wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, starkes Schwitzen, erhöhte Temperatur, Abgeschlagenheit
- Gelenkschmerzen und -schwellungen, länger als sechs Wochen anhaltend
- erste Gelenkbeschwerden (meist sind zunächst symmetrisch beide Handgelenke sowie die Fingergrund- und -mittelgelenke betroffen, später auch größere Gelenke)
- Schwellung, Überwärmung und Druckschmerzhaftigkeit mehrerer Gelenke
- schmerzvolle Bewegungseinschränkungen
- Ruhe- und Nachtschmerz
- Besserung der Schmerzen bei Bewegung
- Morgensteifigkeit, die das Anziehen und Waschen erschweren (länger als eine Stunde), je nach Schwere verschwinden die Symptome im Laufe des Tages
- nach Jahren: Rheumaknoten: derbe Knötchen unter der Haut (oft an der Streckseite der Ellbogengelenke)
Frühe Diagnose wichtig
Eine frühzeitige Behandlung verhindere vor allem schwere Gelenksschäden, so Prim. Erlacher. "Leider gehen viele Betroffene viel zu spät zum Arzt und bagatellisieren die Krankheit." Auch das unmittelbare Umfeld trägt dazu bei, die ersten Anzeichen herunterzuspielen, nach dem Motto, "man sieht ja gar nichts, sei nicht so wehleidig". Schmerzmittel alleine seien keine Lösung: "Damit gehen zwar die Schmerzen weg, doch die Krankheit schreitet fort."
Früherkennung
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