Schleimbeutel-Entzündung

Schleimbeutelentzündungen treten häufig am Ellbogen auf.

Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 06.02.2012

Entzündung der Schleimbeutel

Die Schleimbeutel sorgen dafür, dass wir uns reibungslos bewegen können. Sie liegen an mechanisch besonders beanspruchten Stellen im Körper wie an der Ferse, am Ellbogen und an den Knien. Dort sind Sehnen oder Muskeln, die über Gelenke laufen, starkem Zug oder Druck ausgesetzt. Sind die Schleimbeutel entzündet, kann das verschiedene Ursachen wie Überbelastung oder falsche Bewegungsabläufe haben.

Im menschlichen Körper finden sich rund 150 Schleimbeutel (Bursa). Sie enthalten eine zähe Flüssigkeit, die wie ein Puffer zwischen harten und weichen Strukturen, also zwischen den Knochen, Sehnen und Muskeln nahe den Gelenken agiert. Die Schleimbeutel am Fuß sorgen dafür, dass die Achilles-Sehnen bei jedem Schritt geschmeidig über die Ferse gleiten und nicht die sprichwörtliche Schwachstelle bilden. Von einer Schleimbeutelentzündung oder Bursitis spricht man, wenn ein Schleimbeutel gereizt ist und sich entzündet.

Überlastung als Ursache

Eine Schleimbeutelentzündung tritt am häufigsten in der Schulter, im Ellbogen oder in der Hüfte auf, aber auch Knie, Ferse und große Zehe können betroffen sein. Das sind Gelenke, die bestimmte Bewegungsmuster oder Stellungen immer wieder ausführen müssen. Ständiges Knien oder Überkopfarbeiten können beruflich notwendig sein. So sind besonders Fliesen- und Teppichleger, Maler oder Leistungssportler einem erhöhten Risiko ausgesetzt, aber auch Personen, die lange Stunden am Schreibtisch arbeiten, sich oft auf die Ellbogen stützen, längere Zeit im Garten arbeiten oder ein Instrument spielen. Bestimmte Sportarten wie Laufen können ebenso zu einer Reizung führen, wenn das Laufpensum zu hoch ist oder falsche Bewegungsabläufe vorliegen.

Entzündung durch Verletzung oder Krankheit

Schleimbeutel, die direkt unter der Haut liegen, wie das am Knie oder Ellbogen der Fall ist, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, eine Verletzung oder einen direkten Schlag zu erleiden, die zu einer Entzündung führen können. Nach Unfällen mit einer offenen Wunde oder einer Einblutung nach einem stumpfen Trauma kann es zu einer bakteriellen Infektion im Schleimbeutel kommen. Und nicht zuletzt stehen Schleimbeutelentzündungen, die mit dem Alter an Häufigkeit zunehmen, in Zusammenhang mit Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Gicht oder Stoffwechselerkrankungen.

Symptomatik

Die Symptome sind abhängig davon, welcher Schleimbeutel im Körper betroffen ist. Manche Schleimbeutel liegen sehr nahe an der Hautoberfläche, während andere tief im Körper versteckt sind. Die Beschwerden sind auch abhängig von der Ursache für die Entzündung. Allgemein lässt sich sagen, dass sich das betroffene Gelenk bei einer Schleimbeutelentzündung schmerzhaft, überwärmt und steift anfühlt und bei der Bewegungsausführung oder bei Druckausübung schmerzt. Weiters kann es geschwollen und gerötet sein. Bei einer bakteriellen Infektion tritt zusätzlich Fieber und Schüttelfrost auf.


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