Schüßler-Salze

Aktualisiert am: 07.03.2011

Salze des Lebens?

Die rezeptfreien Schüßler-Salze erfreuen sich in Österreich größter Beliebtheit. Das ändert aber nichts daran, dass die "Biochemie nach Dr. Schüßler" unter Experten als höchst fragwürdige Heilmethode gilt.

Autorin: Andrea Krieger

Die Apotheken verdienen gutes Geld mit den Schüßler-Salzen. Immerhin versprechen die Tabletten Besserung bei unzähligen Zipperlein: von A wie Abszess bis Z wie Zahnfleischbluten. Zudem sollen sie sich zur Selbstmedikation eignen und auf die sanfte Tour wirken. Alles Argumente, die in Zeiten, da die Schulmedizin und die Pharmaindustrie kritischer denn je gesehen werden, sehr gut ankommen.  

Grund genug, einen genaueren Blick auf die alternativmedizinische Methode zu werfen. Benannt ist diese nach ihrem "Erfinder" Heinrich Schüßler, ein deutscher homöopathischer Arzt, der zwischen 1821 und 1898 lebte. Der Mediziner sah den Ursprung vieler Leiden in einem Mangel an Mineralstoffen in den Zellen und machte zwölf unterschiedliche "Salze des Lebens" bzw. "Funktionsmittel" zur Behandlung aus. Diese sollten, im Verhältnis 1:1 Million ("D6") bzw. 1: 1 Billion ("D9") eingenommen werden. Nur so, dachte Schüßler, könnten die Zellen die zugeführten Mineralsalze optimal aufnehmen und verwerten.

Schüßler-Salze: mit der Homöopathie verwandt

Das Prinzip der Verdünnung bzw. Potenzierung kannte Schüßler bereits aus der Homöopathie, die aber obendrein mit wesentlich höheren Potenzen als D9 arbeitet. Auch die verwendeten Wirkstoffe sind ident, mit dem Unterschied, dass sich die Homöopathie nicht auf diese beschränkt. Und: Sobald die gewünschte Wirkung erreicht ist, heißt es in beiden Fällen aufhören. Wobei in chronischen Fällen über längere Zeit bis zu sechs Mal täglich ein bis zwei Tabletten und in Akutfällen alle zehn Minuten Tabletten einzunehmen sind.

Letzteres trifft zum Beispiel auf Krämpfe zu. In diesem Fall gilt Salz Nummer Sieben, Magnesium Phosphoricum D6, als Mittel der Wahl. Kalium sulfuricum D6 wiederum verspricht der Leber beim Entgiften zu helfen und Natrium Phosphoricum D6 soll die Verdauung auf Trab bringen.



maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 1 Kommentar(e).
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striche
Schüßler-Salze  von illfra (Gast)
11:11 09.03.2011
Bei mir wirkt Schüßlersalz Nr. 7. Und das ist letztlich das Einzige, was zählt. Aus dem Radio habe ich so nebenbei erfahren, dass Profifußballer nach dem Training Schüßlersalz Nr. 7 nehmen, um dem Krampf vorzubeugen. Ich habe es nach 30km Langlauf ausprobiert und habe, seit ich es gezielt verwende, KEINE der sonst bei mir üblichen Waden- und Oberschenkelkrämpfe (besonders in der Nacht) mehr gehabt.
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