Schwangerschaft
Expertin: Angela Paulczinsky
Aktualisiert am: 30.05.2006
Teil 1: Ein neues Leben entsteht
Teil 2: Schwangerschaftsverlauf
Teil 3: Embryo, Plazenta und Fruchtwasser
Teil 4: Der Körper stellt sich um
Teil 5: Das Kind im Mutterleib
Teil 6: Fünftes bis sechstes Monat
Teil 7: Siebtes bis neuntes Monat
Teil 8: Untersuchungen
Teil 9: Links & Foren
Embryo, Plazenta und Fruchtwasser
Zunächst wird der Keim vom Dottersack ernährt. Im Zuge der Zellteilung bilden sich dann die Plazenta, die Nabelschnur und die Fruchtblase heraus.
Ab der elften Schwangerschaftswoche übernimmt die Plazenta die Ernährung des Embryos. Die voll ausgereifte Plazenta ist scheibenförmig mit einem Durchmesser von 16-20 Zentimetern. Sie ist von schwammiger Konsistenz und wiegt zusammen mit der Nabelschnur etwa ein halbes Kilogramm. Eine Seite der Plazenta haftet an der Gebärmutterwand, aus der anderen Seite führt die Nabelschnur zum Embryo. Während der Schwangerschaft erfüllt die Plazenta alle Funktionen, die nach der Geburt von der Lunge, dem Magen-Darm-Trakt, den Nieren und der Leber des Kindes übernommen werden. Sie versorgt den Embryo mit Sauerstoff, sie scheidet Kohlendioxid aus, sie führt Nahrungsstoffe zu und entsorgt schließlich alle Stoffwechselendprodukte. Zusätzlich bildet sie wichtige Hormone.
Die Nabelschnur:
Die Nabelschnur ist das Bindeglied zwischen der Plazenta und dem Embryo. Durch sie führt die Nabelvene, die das mit Sauerstoff und Nährstoffen angereicherte Blut von der Plazenta in den Embryo transportiert. In entgegengesetzter Richtung bringen die zwei Nabelarterien das Blut, das nun Kohlensäure und Ausscheidungsstoffe enthält, zurück zur Plazenta.
Die Fruchtblase:
Während der Schwangerschaft ist der heranwachsende Fötus von der Fruchtblase umgeben. Das darin enthaltene Fruchtwasser besteht zu 99 Prozent aus Wasser, aus Natrium, Chlor, Eiweiß, Glukose, Milchsäure, Harnstoff und gerinnungsfördernden Substanzen. Das Fruchtwasser dient in erster Linie als Stoßdämpfer, um die Mutter vor den Bewegungen des Kindes, aber auch das Kind selbst zu schützen. Andererseits soll es dem Ungeborenen möglichst viel Bewegungsfreiheit bieten. Der Fötus trinkt das Fruchtwasser und holt sich somit genügend Flüssigkeit. Die Fruchtwassermenge nimmt während der Schwangerschaft laufend zu, am Ende sind es über eineinhalb Liter.
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