Sommer-Ozon

© Fotolia/Sergey Tokarev
Aktualisiert am: 19.07.2010
Wenn die Hitze zur Belastung wird
Langfristig hohe Temperaturen im Sommer fördern die Bildung von bodennahem Ozon. Hohe Ozonwerte können für manche zur körperlichen Belastung werden: Kopfschmerzen, Augenbrennen und Atemwegsreizungen zählen zu den gängigsten Symptomen.
Bodennahes Ozon ist ein klassischer Sommerschadstoff und kann für den Menschen zur gefährlichen Gesundheitsbelastung werden. Ozon reizt die Schleimhäute. Erste Anzeichen sind tränende Augen, Hustenreiz und Kurzatmigkeit. Ein Kratzen im Hals, Druck auf der Brust oder Schmerzen beim tiefen Einatmen können Anzeichen hoher Ozonbelastung sein. Auch Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit können durch hohe Ozonwerte verursacht werden.
Wann kann es gefährlich werden?
Vor allem wenn im Sommer mehrere Tage hintereinander Schönwetter und Windstille herrschen, wird die Ozonkonzentration von Tag zu Tag höher. Durch die dauerhafte Sonneneinstrahlung erwärmen sich die so genannten Vorläufersubstanzen, aus denen dann das gefährliche Reizgas entsteht. Verursacher sind hauptsächlich "hausgemachte" Stickoxide und Kohlenwasserstoffe - etwa aus Auspuffgasen, Heizungsanlagen oder Lösemitteln. Die Vorläufersubstanzen werden das ganze Jahr über ausgestoßen, das bodennahe Ozon wird allerdings nur im Sommer für den Menschen gefährlich.
Wann wird die Bevölkerung informiert?
Sommer-Ozon wird in Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen (μg/m3). Die Messstellen sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Nach dem österreichischen Ozongesetz von 2003 gibt es für Ozon zwei Schwellenwerte:
- Informationsschwelle: 180 μg/m3
- Alarmschwelle: 240 μg/m3
Wird die Informationsschwelle an einer einzigen Messstelle überschritten, muss die Bevölkerung über die Medien informiert werden. Bei Überschreiten der Alarmschwelle muss die Bevölkerung ebenfalls umgehend gewarnt werden und Aktionspläne zur Reduktion der Ozon-Belastung müssen in Kraft gesetzt werden.
Der offizielle Zielwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit liegt übrigens bei 120 μg/m3. Laut der Grünen wird dieser Wert wird in Österreich bis zu 100 mal im Jahr überschritten.
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