Sucht

Aktualisiert am: 30.05.2006

Was ist "Sucht"?

Sucht ist eine Erkrankung, die viele Erscheinungsformen haben kann. Ob dabei legale Suchtmittel wie Alkohol und bestimmte Medikamentengruppen oder illegale Substanzen wie Drogen suchtartig gebraucht werden oder bestimmte Tätigkeiten suchtartig ausgeübt werden - das Grundmuster der Sucht ist immer ähnlich. Die verschiedenen Erscheinungsformen haben natürlich durch die jeweiligen Besonderheiten der Suchtmittel unterschiedliche Auswirkungen.

Sucht ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die, wenn sie nicht zum Stillstand gebracht werden kann, zu einer beständigen Verschlechterung bis hin zum völligen sozialen, körperlichen und psychischen Abstieg führen kann. Diese Charakteristika kennzeichnen eine Suchterkrankung unabhängig von der Art der Sucht oder der Art der Suchtmittelwirkung.

Zu den typischen Kennzeichen gehören:

  • Der betroffene Mensch erlebt sich chronisch oder periodisch unter dem unwiderstehlichen Zwang, das Suchtmittel zu konsumieren, er ist diesem Suchtmittel ausgeliefert, fühlt sich schwächer als dieser Drang, auch wenn er dies vor sich und der Umgebung immer wieder massiv verleugnet.
  • Es besteht der überwältigende Wunsch oder das Bedürfnis, den Drogengebrauch fortzusetzen, sich die Droge unter allen Umständen zu verschaffen und die damit verbundenen Auswirkungen in Kauf zu nehmen. Das führt zu all den bekannten Folgen wie dem Aufgeben der eigenen Lebenspläne und Wünsche, wiederholtem Ausnützen und Enttäuschen der Bezugspersonen, Verstecken der Suchtmittel, Geldbeschaffung durch Kriminalität, Prostitution u.a.m.
  • Durch körperliche Anpassungsmechanismen entsteht das Bedürfnis, die Dosis zu erhöhen, um wieder eine ähnliche Wirkung wie zu Beginn des Konsums zu erzielen. Der Organismus stellt sich nämlich auf das Vorhandensein des Suchtgifts immer besser ein und bewerkstelligt dessen notwendige Ausscheidung in immer kürzerer Zeit. Bei fortgeschrittener Sucht gelingt dies durch Organschäden und Adaptierungsmechanismen nicht mehr so gut. Die Wirkung wird dann als schwächer empfunden.
  • Die psychische und/oder physische Abhängigkeit von den Wirkungen der Droge nimmt zu, was sich in körperlichen und seelischen Entzugserscheinungen bei Absetzen des Suchtmittels äußert. Körperliche Entzugserscheinungen sind charakteristisch für das jeweilige Suchtmittel. Allgemeine psychische Entzugserscheinungen, die praktisch jeden Entzugsprozess begleiten, sind Schlafstörungen, Biorhythmusstörungen, depressive Verstimmung, Selbstwertprobleme, Reizbarkeit, Ängste und vegetative Störungen wie Schwitzen, innere Unruhe, Appetitstörungen oder Magen- und Verdauungsprobleme.
  • Sucht ist nie ein neutraler oder gar förderlicher Prozess. Sucht hat eine zerstörerische Wirkung auf den betroffenen Menschen und sein gesamtes soziales Umfeld (Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz, Schule etc.).

Mehr zum Thema:

Adressen-Suche

Arme eines Mannes auf Tisch

Psychotherapeuten

Suchen und finden Sie hier Ihren individuellen Therapeuten.
zum Thema ...

Adressen-Suche

Handschlag

Selbsthilfegruppen

Finden Sie Menschen und Gruppen mit ähnlichen Problemen.
zum Thema ...


maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 0 Kommentar(e).
striche Neuen Kommentar verfassen

Login







Passwort vergessen?

Noch nicht registriert?

Zur Registrierung

NEWSLETTER


infobutton_gelb_bg Newsletter-Vorschau

Newsletter abbestellen

URLAUBSANGEBOTE

Paar genießt Weingarten-Romantik

Weingarten- Romantik im Falkensteiner Hotel & Spa Bad Waltersdorf: 3 ÜN inkl. HP, Picknick- korb für 2, gratis Zimmerupgrade bei Verfügbarkeit etc. ab 277 € p. P.

Nix wie hin

Alle Angebote

Schnäppchen
zurück pause vor

Themen-Specials

Frau im Wasser (c) Dreamstime/Dimmu

Schnellzugriff