Tinnitus

© Fotolia/Lev Dolgatsjov
Aktualisiert am: 25.08.2011
Teil 1: Tinnitus - quälende Ohrgeräusche
Teil 2: Ursachen, Diagnose, Behandlung
Teil 3: Therapie: chronischer Tinnitus
Teil 4: Retraining-Therapie
Teil 5: Links und Buchtipps
Tinnitus - quälende Ohrgeräusche
Klingeln, sausen, brummen, klirren: Die Symptome eines Tinnitus sind vielfältig, und so ziemlich jeder wurde schon einmal von Ohrgeräuschen geplagt. Wird der Tinnitus jedoch chronisch, kann er dem Betroffenen das Leben zur Hölle machen. Wir sprachen mit Dr. Hannes Schobel*, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen über das Thema.
Etwa 10 Prozent aller Österreicher leiden unter einem Ohrgeräusch. Die Entstehung eines Tinnitus (lat. Klingeln) ist komplex, mit Schäden am Innenohr hat ein Ohrgeräusch nur am Beginn zu tun. Beim chronischen Ohrgeräusch handelt es sich vielmehr um eine Störung der Signalverarbeitung im Gehirn.
Das Innenohr ist kein stiller Ort
In der Schnecke werden Schallwellen in elektrische Impulse umgewandelt und auf den Hörnerv übertragen. Auch bei absoluter Stille entstehen im Innenohr ständig Töne und Geräusche, welche ein bestimmtes Erregungsmuster produzieren. Das Gehirn hat aber gelernt, dieses Grundmuster an Erregungen als Stille zu interpretieren. Dr. Hannes Schobel: "Jeder Schaden in unserem Innenohr, etwa ein Absterben von Sinneszellen, kann das Signalmuster im Hörnerv so verändern, dass es vom Gehirn als Ton oder Geräusch interpretiert wird - ein Vorgang, der die Betroffenen fast um den Verstand bringen kann."
Häufigste Ursache: Lärm
Als häufigste Ursache für Innenohrschäden ist Lärm anzuführen. Menschen, die tagtäglich einer gewissen Lautstärke unseres Zivilisationslärms ausgesetzt sind, haben "beste Chancen auf einen Tinnitus", so Dr. Schobel. "Durch Lärm werden die feinen Härchen der Haarzellen in unserem Innenohr richtiggehend kaputt geschossen."
*Dr. Hannes Schobel ist Hals-, Nasen- und Ohrenfacharzt in St. Pölten.
Spezialgebiet: Tinnitus-Retraining-Therapie, Schwerhörigkeit bei Erwachsenen und Kindern, Gleichgewichtsdiagnostik, Hörgeräteversorgung, exakte Abklärung der Rachendachmandel ("Polypen") beim Kind, Allergieaustestung
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Ebenso umstritten ist die Retraining-Therapie. Ein Lärmschaden wird hier mit Lärm behandelt. Moderne HNO-Ärzte plädieren dafür, Tinnitus mit viel Ruhe, Stille und Gehörschutz zu behandeln.
Guter Tipp: http://www.dasgesundeohr.de/
Habe mich abgefunden, ich muß damit leben!
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