Gesundes Schlafen

Wie haben Sie heute Nacht geschlafen? Sind Sie fit und energiegeladen aufgestanden? Oder war die Nacht eher unruhig und kurz und Sie fühlen sich vielmehr gerädert? Schlaf beeinflusst unser Leben und unsere Gesundheit enorm. Sind wir ausgeschlafen und dürfen uns über eine gute Schlafqualität freuen, fühlen wir uns erholt und könnten Bäume ausreißen. Leiden wir dagegen unter schlechtem oder zu wenig Schlaf, chronischem Schlafmangel, Wachphasen oder Albträumen, leidet auch unsere Gesundheit darunter. Wir fühlen uns schlapp, sind vergesslich und alles andere als leistungsfähig. 

Die unterschätzte Macht des Schlafens

In unserer Gesellschaft wird Schlaf leider noch nicht als das anerkannt, was er eigentlich ist. Schlafen hat nichts mit Faulsein zu tun, sondern hat mehrere wesentliche Funktionen, wenn es um unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit geht. Schlaf spielt eine bedeutende Rolle für

• unsere  körperliche und geistige Regeneration,

• unser Immunsystem und dessen Stärkung,

• unser Hormonsystem und dessen Balance,

• unser Energielevel,

• unsere Konzentration,

• unsere Gedächtnisleistung,

• unser Denkvermögen und

• unsere geistige Präsenz.

Schlafen wir hingegen nicht genug, so werden wir nicht nur leistungsschwach und vergesslich, sondern uns auch hungriger fühlen, weil Schlafmangel unseren Appetit anfacht bzw. die Sättigungswirkung verringert. Folglich kann aus Schlafmangel auch eine Gewichtszunahme resultieren.

Auch die Entwicklung von Krankheiten wie Diabetes Typ II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs werden mit unzureichendem, schlechtem Schlaf in Verbindung gebracht. Zu wenig oder schlechter Schlaf über Jahre hinweg kann also durchaus ein echtes Gesundheitsrisiko darstellen.

Wie viel Schlaf ist genug Schlaf?

Das ideale Schlafpensum kann sehr unterschiedlich ausfallen. Die amerikanische National Sleep Foundation empfiehlt je nach Altersgruppe unterschiedliche Schlafdauern. Erwachsenen legen diese Empfehlungen durchschnittlich sieben bis neun Stunden nahe, ab 65 Jahre sieben bis acht Stunden.

Kindern und Jugendlichen wird mehr Schlaf empfohlen, einerseits wegen des Wachstums, andererseits auch deshalb, damit das Gehirn Erlerntes besser verarbeiten und abspeichern kann. Unabhängig davon, wie alt man ist, kann der Einzelfall aber auch sehr stark von diesen Empfehlungen abweichen; in diesem Fall kann man sich daran orientieren, ob man sich auch mit wesentlich weniger Schlaf erholt, sich fit und absolut leistungsfähig fühlt. 

Wie viel Schlaf Sie auch persönlich brauchen, achten Sie darauf, dass Sie diese individuelle Dauer zumindest großteils einhalten. Oder um es mit Kurt Tucholsky zu sagen: „Gebt den Leuten mehr Schlaf – sie werden wacher sein, wenn sie wach sind.“

 

Buchtipps:

Die Schlaf-Revolution. So ändern Sie Nacht für Nacht Ihr Leben. Arianna Huffington

Warum Schlafmangel dick und guter Schlaf schlank macht. Dr. Nicolai Worm