Individuelles Fasten. Die persönliche Fastenzeit.

 

Wie Sie die Fastenzeit für sich nutzen können.

Ob religiös motiviert oder gesundheitlich: Ab Aschermittwoch werden die Gürtel bei vielen wieder enger geschnallt. Nach Weihnachten, Silvester und der Faschingszeit möchten viele Menschen etwas für sich tun oder glauben, sich dem Trend des Verzichtens beugen zu müssen. Dabei ist eines durchaus richtig: Einige Wochen der Besinnung auf das Wesentliche können richtig guttun. Aber wie geht man es richtig an?

 

Mythen ade! Glauben Sie nicht alles, was Ihnen über Fasten zu Ohren kommt.

Entschlacken und Entgiften? Entschlacken Sie noch oder detoxen Sie schon? Der Mythos vom Entschlacken hält sich hartnäckig. Ist doch der Gedanke daran, den Körper von unnötigem Ballast befreien zu können, sehr verlockend. Rein wissenschaftlich gesehen sammeln sich im Körper aber keine Schlackenstoffe. Vielmehr ist der Körper das ganze Jahr über ein Meister im Entgiften. ABER: Mit einem Extraschub an Nährstoffen können die Entgiftungsorgane Nummer 1 (Leber und Niere) in ihrer Arbeit unterstützt werden. Reichlich Gemüse, Flüssigkeit und Ballaststoffe können also nicht schaden!

 

Nutzen Sie die Fastenzeit als Kurskorrektur!

40 Tage sind ein guter Anfang. Doch man muss sich nicht zwingend auf die Zeit bis Ostern fixieren, um etwas für seine Gesundheit zu tun. Um Schritt für Schritt auf ein neues Ich zuzusteuern, müssen die Weichen neu gestellt werden. Gewohnheiten und Muster haben sich oft so tief in den Alltag hinein gefestigt, dass sie gar nicht mehr hinterfragt werden. Nun ist die Zeit dazu. Brauche ich täglich Süßigkeiten? Schmeckt mir Alkohol überhaupt? Tun mir der fünfte, sechste und siebente Kaffee am Tag wirklich noch gut?

Wenn Sie sich eine dieser Fragen stellen, hilft es, Alternativen auszuprobieren, um sich selbst Antworten zu geben. Wer Süßes nur aus Langeweile isst, kann sich mit anderen kulinarischen Genüssen ablenken. Eine Handvoll Obst lenkt ab, belastet das Kalorienkonto aber nicht so stark wie Schokolade und Kuchen. Wer Kaffee nur trinkt, weil man auf diese Weise eine Pause einlegen darf, kann etwa auf Chai-Tee mit Milch ausweichen. Und wer Alkohol nur konsumiert, weil er eben dazugehört, kann einmal versuchen, Mineralwasser aus dem schönen Weinglas zu trinken. 

 

Die Entscheidung liegt nur bei Ihnen – nicht bei anderen oder Traditionen. 

Nicht jede Fastenstrategie ist für jeden Typ Mensch geeignet. Man muss die Veränderung positiv sehen und sie wirklich wollen. Die Fastenzeit sollte keine Qual sein, sondern das Bewusstsein schärfen. Wen die 40 Tage abschrecken, der kann es auch einmal mit Kurzzeit-Fasten versuchen. Ein Wochenende ist dafür ideal!

 

Kurzzeit-Fasten am Wochenende.

Suppen-Tage und Trink-Tage eigenen sich als kurzzeitige Ausgleichstage perfekt, etwa an einem Fasten-Wochenende. 

Suppentopf für Fastentage: 2 Liter Wasser und 1 kg Gemüse (z. B. Karotten, Sellerie, Frühlingszwiebeln, Porree, Zucchini, Karfiol, Brokkoli …) aufkochen und auf drei Mahlzeiten verteilt essen. 

Tagesplan für Safttage: 1 Liter Gemüsesaft (z. B. Tomatensaft, Gemüsesaft, Sauerkrautsaft), ½ Liter Fruchtsaft (z. B. frisch gepresster Orangensaft), 2 Packungen Natur-Buttermilch