Massagerollen

In einem gut sortierten Sportlerhaushalt darf eine Massagerolle nicht fehlen. Aber auch Bildschirm-Athleten profitieren von der Schaumstoffrolle. Sie ermöglicht eine Lockerung verspannter Muskeln und verklebter Faszien und fördert zudem die Durchblutung und die Nährstoffversorgung.

 

Abhilfe gegen Verspannungen

Langes Sitzen am Schreibtisch, verkrampftes Arbeiten am Computer – dieses Verhalten kann zu Verspannungen führen. Eine Verspannung oder Myogelose entsteht durch Überanstrengung oder Haltungsfehler. Diese lösen wiederum Entzündungen im Muskelgewebe aus.

Auch Faszien können unter einseitiger Beanspruchung leiden. Sie sind Teil des Bindegewebes und umgeben alle Organe und Muskeln mit einem netzartigen Gewebe. Dieses schützt, stützt und versorgt umliegende Muskeln und Organe mit Nährstoffen. Verkleben sich die Faszien, verlieren sie ihre Flexibilität, verursachen Schmerzen und beeinträchtigen unsere Bewegungsfreiheit. 

Massagerollen unterstützen aktiv die Beseitigung von Verspannungen und verklebten Faszien. Sie sind formfest und in unterschiedlichen Größen und Farben erhältlich. Die Funktionsweise ist einfach: Man positioniert die Rolle auf einer rutschfesten Unterlage.

Danach legt man sich mit der betroffenen Muskelgruppe auf die Rolle und bewegt sich langsam vor und zurück bzw. in kleinen kreisenden Bewegungen. Durch das Abstützen des Körpergewichts mit den Armen kann die Intensität variiert werden. Hartnäckige Verspannungen oder sogenannte Triggerpoints brauchen länger, um sich zu lösen.

Die ersten Anläufe mit einer Massagerolle können durchaus schmerzhaft sein, da sich viel verspanntes Gewebe „angesammelt“ hat, das es zu lockern gilt.

 

Was macht die Rolle?

Die Massagerolle lockert und löst die kleinen Knoten, die sich im Verlauf einer Verspannung bilden. Bildlich kann man sich ein Wollknäuel vorstellen, das nicht richtig aufgerollt wurde. Die entstandenen Knoten verhindern das gleichmäßige Abwickeln des Fadens.

Diese Knoten werden durch die Rolle wieder geglättet. Ähnliches gilt für die Faszien. Wenn sich Faszien verhärten, sind diese am ehesten mit einem wirren und zu dicht geratenen Spinnennetz vergleichbar.

Die Massagerolle dehnt dieses Netz wieder auf, sodass es elastischer wird und die Muskeln, Sehnen und Bänder nicht mehr in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt. Zudem wirkt das Durchkneten der Muskeln stark durchblutungsfördernd und unterstützt somit auch den Nährstofftransport in und zwischen den Muskeln.

 

 

 

Wann rollt man am besten?

Generell gilt, wie auch beim Sport: Je besser wir unsere Muskeln aufwärmen, desto besser reagieren sie auf Stimulation und Einflüsse von außen. Beim Aufwärmen kommt Sauerstoff in die Muskeln. Sie werden beweglicher und flexibler.

Auch Dehnübungen fallen uns nach dem Sport leichter als davor, da durch die Mobilisierung sowohl Muskeln als auch Faszien flexibler werden. So ist es auch am besten, die Massagerolle zu verwenden, wenn Muskelgruppen gut aufgewärmt sind. Die Rolle kann so auch in tiefere Muskelregionen vordringen und diese auflockern.

Am besten nimmt man sich 20 bis 30 Minuten nach dem Training Zeit, um die Muskeln zu bearbeiten. Das beugt auch dem unbeliebten Muskelkater vor.

 

Welche Muskelpartien werden bearbeitet?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl verschiedener Modelle der Massagerolle. Von kleinen Kugeln über größere Bälle sind auch hantelförmige, genoppte, gerillte und gewellte Rollen im Handel erhältlich. Auch die Formfestigkeit variiert von Modell zu Modell. 

Rücken, Nacken und Fußsohlen werden am besten mit kleineren Rollen bearbeitet.

Gerippte und genoppte Rollen vergrößern die Oberfläche, die mit den Muskeln in Berührung kommt, und ermöglichen die Bearbeitung tieferer Muskelschichten. 

 

Was kostet die Rolle?

Das Preisspektrum für Basic-Massagerollen beginnt bei ca. 15 €. Spezielle Modelle, die für spezifische Muskelgruppen und Sportarten entwickelt wurden, können mehrere hundert Euro kosten. 

 

Quellen:

Generali Gesundheitscoaching