Mut vor Komfort

Den Mutigen gehört die Welt, heißt es so schön – doch wie mutig muss man tatsächlich sein, um mehr vom eigenen Leben zu haben? Um sich nicht in einer kuschelig eingerichteten Komfortzone zu verstecken, sondern mitzuspielen und zu agieren, statt zu reagieren? Um sich wirklich lebendig zu fühlen und nicht nur gelebt zu werden? Um weniger Angst und mehr Mut in sich selbst vorzufinden?

Mut ist eine facettenreiche Angelegenheit im Leben, weil er auf allen möglichen Ebenen stattfinden kann. Ein guter Weg, um Mut zu üben, ist dagegen ein einfacher, aber altbewährter: durch Sport. Hier kann man nach und nach mutiger werden, an sich arbeiten, mehr Selbstvertrauen entwickeln und spüren, wie man langsam, aber stetig körperlich und v. a. auch mental belastbarer wird. Und genau diese Stärke und v. a. das Wissen darum, wie man sich langsam aus der Komfortzone heraus vortasten kann, lässt uns dann auch auf anderen Ebenen unseres Lebens Mut erarbeiten.

Haben Mutige keine Ängste?

Mut ist gut, bedeutet allerdings nicht gleichzeitig, dass wir keine Angst vor etwas hätten oder diese Angst einfach verdrängen und ignorieren würden. Nein, Mut zeigt, dass man abwiegt und etwas trotzdem macht, obwohl man Angst hat. Aber die Angst zeigt uns wiederum auf, wo wir auf uns aufpassen müssen, und hilft uns, gewisse Dinge und wichtige Punkte zu beachten.

Erste Schritte

Wie also können Sie sich mehr Mut erarbeiten, ohne dabei in Gefahr zu geraten? Indem Sie täglich zumindest einmal Ihre persönliche Komfortzone ein Stück weit verlassen. Das kann beim Sport sein, wo man etwas Neues oder Aufregendes ausprobiert, wie eine neue Übung, ein neuer Fitnesskurs, eine neue Sportart, ein neues Fitnessstudio oder allein schon das Tragen eines neues Sport-Outfits – was immer es auch ist, es geht darum, die Hürden in unserem Kopf zu überwinden und die eigene Grenze ein kleines Stück weit zu verschieben. Nicht zu weit, aber auch nicht zu knapp.

Bewegung und Training sind hierfür sehr gut geeignet, aber es kann natürlich auch ein anderes Setting sein. Viele finden beispielsweise mehr Selbstvertrauen und damit auch Mut beim Meditieren oder durch Achtsamkeitsübungen, die die eigene Selbstsicherheit stärken. Andere wiederum nehmen sich einfach vor, täglich einen fremden Menschen anzusprechen. Was es auch ist, wichtig ist hier einfach, eine Art Spielplatz für sich zu finden, wo man sich selbst ausprobieren und entdecken und vor allem darüber staunen kann, wie man selbst agiert, was man sich zutraut und auch tatsächlich schafft.

So können Sie dank regelmäßiger Übung ein Fundament aufbauen, auf welchem Sie nach einiger Zeit voller Vertrauen in die eigene Belastbarkeit stehen und worauf Sie stolz sein können.

Also, probieren Sie sich aus: Was könnten Sie heute tun, das Ihnen ein bisschen Mut abverlangt? Wir sprechen nicht von waghalsigen Aktionen, sondern von kleinen machbaren Dingen. Was könnte das in Ihrem Alltag sein?

Experimentieren Sie, machen Sie es freudvoll und mit Neugierde und verlassen Sie zumindest einmal täglich Ihre persönliche Komfortzone, indem Sie etwas Neues oder für Sie Herausforderndes ausprobieren. Sie werden gespannt beobachten können, wohin Sie diese neue Gewohnheit führen wird.

Weiterführende Buchtipps

Wahre Freiheit. Jack Kornfield
Selbstvertrauen. Christian Bischoff
Pfeif drauf! Svend Brinkmann
Freude auf Abruf. Von der Kunst das Glück in sich zu entdecken. Chade-Meng Tan