Gute Gründe für mehr Vitamin D

Wahrscheinlich haben Sie bereits davon gehört oder gelesen, wie wichtig ein passender Vitamin-D-Spiegel für unsere Gesundheit ist. Vitamin D gilt als sogenanntes Sonnenvitamin (obwohl es streng genommen eigentlich gar kein Vitamin, sondern ein Prohormon ist), weil wir es durch die UVB-Strahlen der Sonne bilden, wenn diese auf unsere nackte Haut treffen.

In geringen Mengen ist es auch in verschiedenen Nahrungsmitteln wie etwa Fisch oder Pilzen enthalten. Diese reichen alleine aber nicht aus, um den gesamten Bedarf zu decken, und da wir gerade im Winter in unseren Breitengraden wenig Sonne tanken können und zudem schon gar nicht auf nackter Haut, kommt es in den dunkleren Monaten in vielen Fällen zu einem Vitamin-D-Mangel.

Warum Vitamin D für unsere Gesundheit so wichtig ist

Vitamin D ist mittlerweile gut erforscht und seine Bedeutsamkeit für unsere Gesundheit ist vielfältig. So spielt es bei vielen verschiedenen Prozessen in unserem Körper eine essenzielle Rolle, vom Mineral- über den Muskel- und den Energiestoffwechsel bis hin zu unserem Immunsystem, unserem Darm, unserem Blutdruck, unserer Stimmung, unserem Herz-Kreislauf-System sowie dem Zellwachstum.

Es wird zudem diskutiert, ob es auch einen präventiven Einfluss auf Erkrankungen wie Krebs oder multiple Sklerose haben könnte. Tatsache ist: Ein Vitamin-D-Mangel kann aufgrund seiner facettenreichen Einflüsse auf unseren gesamten Körper gesundheitliche Folgen haben, weshalb es Sinn macht, seinen Vitamin-D-Spiegel via Blutuntersuchung v. a. im Herbst und Winter überprüfen zu lassen, sofern man gesundheitliche Beschwerden feststellt. Leider ist das Erheben des Vitamin-D-Status keine Kassenleistung und es fallen daher Zusatzkosten von rund 20 bis 40 Euro an (je nach Labor); jedoch macht sich diese Untersuchung auf jeden Fall bezahlt.

Ist der Wert außerhalb der Norm oder deutlich im unteren Bereich angesiedelt, sollte mit dem Arzt des Vertrauens bezüglich einer Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Kapseln oder ölhaltigen Tropfen gesprochen werden. Vitamin D3 wird dabei übrigens besser vom Körper aufgenommen als Vitamin D2.

Was Sie für Ihren Vitamin–D-Spiegel tun können

Um den eigenen Vitamin-D-Spiegel hochzuhalten, hilft es, den Speicher dann aufzuladen, wenn die Sonne präsent ist, sprich v. a. im Sommer, um so mit einem satten Plus in den Winter zu gehen. Allerdings funktioniert das nur ohne Sonnenschutz, weshalb immer individuell Rücksprache mit dem Hautarzt gehalten werden sollte, um zu besprechen, über wieviel Eigenschutzzeit der eigene Hauttyp verfügt, um beim Sonnenbaden keinen Sonnenbrand zu erleiden.

Darüber hinaus ist eine Vitamin-D-reiche Ernährung mit Fisch, Pilzen & Co gut, aber, wie geschrieben, alleine leider nicht ausreichend, um einen Mangel komplett zu vermeiden.

Es empfiehlt sich deshalb, den Vitamin-D-Spiegel beim Arzt kontrollieren zu lassen, um gegebenenfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln eingreifen zu können, v. a. wenn man immer Sonnenschutz verwendet oder wenn man bereits über 60 Jahre alt ist, weil die Haut mit der Zeit dünner wird. Dadurch kann sich weniger Vitamin D bilden, weshalb es leichter zu einem Mangel kommen kann, was wiederum gerade hinsichtlich Osteoporose und anderen Knochenerkrankungen problematisch werden kann.