Trinkwasser in Österreich

Autorin: Mag. Petra Stix

Aktualisiert am: 28.09.2009

Testen Sie Ihr Wasser selbst

Wer gerne stilles Wasser trinkt, muss in Österreich nicht unbedingt teures Mineralwasser einkaufen. Das Wasser aus der öffentlichen Leitung ist fast immer von hoher Qualität.

Österreich ist bekannt für die gute Qualität seines Trinkwassers. Probleme gibt es jedoch bei alten Blei-Leitungen oder durch Nickel aus den Armaturen. Nur wenn das Wasser längere Zeit in der Leitung gestanden ist, kann es aus den Rohren oder den Armaturen gelöste Stoffe enthalten. Am besten vor dem Genuss in der Früh einfach länger laufen lassen.  

Große Testaktion für Brunnenbesitzer

Bei öffentlichen Wasserversorgern wird das Wasser häufig untersucht, denn es gelten die strengen Richtlinien der Trinkwasserverordnung. Anders die Lage bei Einzelwasserversorgungsanlagen. Hier müssen sich die Besitzer selbst um eine Untersuchung kümmern, damit sie über die Qualität ihres Wassers informiert sind. Rund eine Million Menschen in Österreich versorgen ihren Haushalt ausschließlich mit Brunnenwasser. Untersuchungen haben laut "Wassercheck Bakteriologie" erst kürzlich Qualitätsmängel bei Brunnenwasser aufgezeigt. 46 Prozent der überprüften Trinkwasserproben wurden als nicht genusstauglich eingestuft. Nur 20 Prozent der 2.000 Proben wurden als uneingeschränkt genusstauglich bewertet. Mit einer Gratistestaktion für Hausbrunnenbesitzer will Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) das Bewusstsein in der Bevölkerung stärken. Bestellungen und genauere Infos zu der Aktion unter wassercheck@aqa.at. Der "WasserCheck Bakteriologie" ist ganzjährig in allen österreichischen Postfilialen flächendeckend erhältlich.

Und so funktioniert’s

Die bakteriologische Untersuchung des Wassers aus Hausbrunnen, Quellen und dem Wasserhahn im Haushalt gibt Aufschluss über die hygienische Qualität. Durch Verunreinigungen des Hausbrunnens, der Leitungen und Armaturen können Keime ins Wasser gelangen. Der WasserCheck Bakteriologie ermöglicht eine selbständige und einfache Probenentnahme und dient zur Prüfung der hygienischen Qualität. Die befüllten Probeflaschen sowie das ausgefüllte Datenblatt werden kostenlos per Post an das Austrian Research Center (Forschungszentrum Seibersdorf) geschickt. Untersucht und analysiert wird das Wasser auf bakteriologische Parameter der Trinkwasserverordnung. Im Preis von 79,90 Euro sind sämtliche Leistungen enthalten.


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Zu diesem Artikel gibt es 4 Kommentar(e).
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Trinkwasser in Österreich  von Josie (Gast)
08:19 02.10.2009
die industrie bestimmt was der konsument haben möchte, das wird ihm schon durch teure werbung lang genug eingetrichtert, bis ers selber glaubt ...
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Trinkwasser in Österreich  von Halbe Elfe (Gast)
21:35 30.09.2009
Wer heute Mineralwasser in Glasflaschen kaufen will, der scheitert schon im Supermarkt. Vor mehr als 10 Jahren gabs noch gar nichts anderes. Jetzt wird behauptet, der Konsument will das so. Mein Vater wollte das ganz bestimmt nicht und ist auch bei der Einführung von Plastikflaschen auf Mineralwasser umgestiegen, welches noch in Glasflaschen verkauft wurde. Letzendlich musste auch er seinen kleinen Kampf aufgeben.
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RE: Trinkwasser in Österreich  von Senfdazu (Gast)
11:48 02.10.2009
Aber Moment mal, es gibt noch Mineralwasser in Flaschen! Preblauer, Juvina und Waldquelle haben noch welches - zumindest vor 2 Wochen im Supermarkt. Und Restflaschen von Römerquelle hab ich auch noch entdeckt.
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Trinkwasser in Österreich  von Wasserfan (Gast)
07:45 29.09.2009
die ausgekleideten PET-Flaschen sind den Herstellern halt zu teuer, das würde ja den Profit schmälern ...
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