Unfruchtbarkeit

Aktualisiert am: 30.05.2006

Unerfüllter Kinderwunsch

Kinderkriegen sollte eigentlich das Normalste auf der Welt sein, ist es aber nicht. Etwa jedes siebente Paar wartet vergeblich auf Nachwuchs. Die Ursachen können vielfältig sein, stürzen jedoch die meisten Betroffenen in eine tiefe Sinnkrise.

Fruchtbarkeit und Sexualität gehören immer noch zu den Tabus, das sind Dinge, über die man nicht spricht. Gerade das Internet sollte aber eine entsprechende Möglichkeit bieten, diese Tabus zu brechen. Wartet ein Paar vergeblich auf Nachwuchs, dann können gutgemeinte Äußerungen wie "Wann ist es denn soweit?" äußerst verletzend klingen.

Auch wenn es schwierig klingt: Ziehen Sie sich nicht zurück, sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber, auch um zu klären, ob der Kinderwunsch vielleicht unterschiedlich stark ist. Und: Beziehen Sie immer eine Zukunft ohne Kinder in Ihre Gespräche ein, ein erfülltes Leben muss nicht zwanghaft mit eigenen Kindern verbunden sein - auch wenn das jetzt vielleicht hart klingt.

Die Fruchtbarkeit: oft überschätzt!

Die Chance auf eine Schwangerschaft bei einem normal fruchtbaren Paar, das zweimal in der Woche Sex hat, liegt bei 30-Jährigen nur bei ca. 30 Prozent im Jahr. Druck kann diese Häufigkeit noch herabsetzen. Entscheidend ist auch der Lebensstil, die psychische Verfassung, Stress und vieles mehr. Nach dem 25. Lebensjahr nimmt die Fruchtbarkeit der Frau kontinuierlich ab, bei Männern hält die fruchtbare Phase bis ins hohe Alter an.

Kein Sex nach Terminplan!

Viele Frauen meinen den Tag des Eisprungs zu spüren und glauben, nur dann fruchtbar zu sein. Trotzdem muss die Befruchtung nicht genau an diesem Tag erfolgen, schließlich bleibt der Samen des Mannes bis zu drei Tage befruchtungsfähig, in Ausnahmefällen bis zu einer Woche!

Mythen: Die Chancen sind nicht erhöht, wenn:

  • Sex "aufgespart" wird und auf den "goldenen Schuss" gewartet wird: So kann die fruchtbare Zeit versäumt werden. Das gilt auch bei nachgewiesener Einschränkung der Spermienqualität.
  • Wenn Sie noch mehr Sex machen, denn: je mehr Ejakulationen kurz hintereinander, desto geringer die Spermienqualität.
  • Wenn Sie Ihre Zeitplanung ganz auf den optimalen Termin für den Geschlechtsverkehr ausrichten. Sie setzen sich nur unter Stress, der Ihre Zeugungsfähigkeit negativ beeinflussen kann.

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