Unfruchtbarkeit
Aktualisiert am: 30.05.2006
Teil 1: Unerfüllter Kinderwunsch
Teil 2: Wann soll man zum Arzt?
Teil 3: Risiko Umweltbelastung
Teil 4: Links und Buchtipps
Wann soll man zum Arzt?
Haben die verschiedensten Kuren, die Reduktion auf Normalgewicht, Akupunktur, Masagen, Entspannungsmethoden usw. nicht funktioniert, bleibt immer noch der Weg der künstlichen Befruchtung.
Die Europäische Gesellschaft für Humane Reproduktion um Embryologie ESHRE empfielt, nicht länger als zwei Jahre zu warten. Danach sollte abgeklärt werden, woran es liegt, dass keine Schwangerschaft eintritt. Der erste Ansprechpartner ist der Frauenarzt Ihres Vertrauens. Voraussetzung ist, dass er mit der schwierigen und aufwendigen Diagnostik und mit dem manchmal langwierigen Therapieplan vertraut ist. Ansonsten ist es besser, gleich eine spezielle Einrichtung aufzusuchen.
Wer darf künstlich befruchten?
Jeder Frauenarzt darf eine Zykluskontrolle und eine Insemination (Einbringen der Samen in die Gebärmutter) durchführen. In Österreich ist auch eine mit Medikamenten angeregte Superovulation und Insemination erlaubt.
Ursachen der Unfruchtbarkeit:
Werden die Ursachen aufgeschlüsselt, so stellt sich heraus, dass sie zu 40 bis 50 Prozent bei der Frau, zu 35 bis 40 Prozent beim Mann, liegen. Bei 10 bis 15 Prozent der Paar bleibt es trotz aller Untersuchungen unklar, woran es liegt.
In fast jedem Männer- oder Frauenleben gibt es Phasen der Unfruchtbarkeit, ausgelöst durch Überlastung, frühere Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten. Versucht man zu diesen Zeitpunkten nicht gerade ein Kind zu zeugen, fällt das überhaupt nicht auf.
Ein Risiko ist auf jeden Fall der Lebensstil: Stress, Alkohol, Nikotin und Koffein, aber auch ungeeignete Kleidung (zu kalt und kurz für die Jahreszeit, Hosen verursachen Hitzestau im Sommer...) können Mitauslöser für Unfruchtbarkeit sein.
Ungeschützte Sexualkontakte bergen das Risiko von Gschlechtskrankheiten, die zu Entzündungen führen können und bei der Frau zur Durchlässigkeit der Eileiter, beim Mann die Funktion von Hoden, Nebenhoden, Prostata und die Durchässigkeit der Samenleiter gefährden können.
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