Urlaub mit dem Auto

Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 02.08.2007

Mit dem Auto in den Urlaub

Die Bilder sprechen jedes Jahr die gleiche Sprache. Kilometerlange Staus an den Hauptverkehrsrouten, aggressive und ausgelaugte Autofahrer, die aufgrund der langen Fahrten erst recht urlaubsreif werden. Brütende Hitze und weinende Kinder erledigen den Rest. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, die Anreise in den Urlaub angenehmer zu gestalten.

Am ersten und letzten Urlaubstag verbringen viele Menschen unzählige Stunden bei brütender Hitze im Auto. Eine große Herausforderung für Fahrer und Mitfahrer. Nicht selten wird der Urlaub von den Strapazen der Anreise überschattet, und die Rückreise macht sämtliche Erholung der vergangenen Tage wieder zunichte.

Damit Sie den Urlaubsreiseverkehr halbwegs schadlos überstehen, sollten Sie die Reise gut planen. Vermeiden Sie für An- und Abreise die typischen Urlauberschichtwechsel. Um Autoreisen am Wochenende machen Sie am besten einen großen Bogen, denn an diesen Tagen herrscht auf der Autobahn Hochsaison. Informieren Sie sich außerdem bei den Autofahrerclubs (ÖAMTC, ARBÖ) über die typischen Staurouten. Treten Sie Ihre Reise unbedingt ausgeschlafen an.

Viele Pausen und bequeme Kleidung

Planen Sie genügend Zeit für Pausen ein. Das Rote Kreuz empfiehlt, alle zwei bis drei Stunden eine Pause von mindestens 15 bis 20 Minuten einzulegen. Dabei sollte das Auto nicht in der prallen Sonne geparkt werden. Nutzen Sie die Pause, um die Muskeln zu lockern. Gehen Sie einige Schritte, machen Sie einige Dehnungsübungen und lassen Sie Ihre Kinder herumtoben. Am besten Sie wählen eine Route aus, die ein paar Kilometer länger, aber landschaftlich schöner ist. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, die Fahrt für eine kurze Besichtigung oder einen kurzen Spaziergang zu unterbrechen.

Sorgen Sie dafür, dass es alle im Auto bequem haben. Lockere und luftige Kleidung macht das Sitzen im engen Auto erträglicher. Sonnenrollos oder ein eingeklemmtes Handtuch spenden Schatten. Von offenen Fenstern oder geöffneten Schiebedächern rät das Rote Kreuz bei hohen Geschwindigkeiten ab, da die starke Zugluft Erkältungen verursacht.

Vorsicht mit der Klimaanlage

Wer ein Auto mit Klimaanlage sein Eigen nennt, bleibt trotzdem nicht vor Risiken verschont. Der ÖAMTC warnt vor übertriebenem Abkühlen. Große Temperaturunterschiede zwischen Außentemperatur und dem Wageninneren können bei den Insassen zu Erkältungen oder Kreislaufbeschwerden führen. "Die Klimaanlage sollte deshalb zirka fünf Grad unter der Außentemperatur eingestellt werden", so der Rat des ÖAMTC-Experten Thomas Stix. Dennoch ist eine funktionierende Klimaanlage ein wichtiger Sicherheitsfaktor. "Untersuchungen haben gezeigt, dass bei einer Erhöhung der Innenraumtemperatur von 25 auf 35 Grad die Konzentrationsfähigkeit des Fahrers um mehr als 20 Prozent nachlässt", so Stix.


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