Venenleiden

Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 23.06.2008

Gesunde Beine ganz ohne Krampf

Wenn die Zeit der kurzen Röcke und Hosen gekommen ist, werden sie wieder sichtbar: Besenreiser und Krampfadern an den Beinen. Im Anfangsstadium handelt es sich dabei nur um ein kosmetisches Problem. Später können sie aber auch gefährlich werden und Beschwerden verursachen, die sich bei Sommerhitze verstärken.

Unsere Beine leisten Schwerstarbeit. Täglich müssen die Venen rund 7.000 Liter Blut zum Herzen pumpen. Die Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung fließt. Wenn die Venenklappen nicht richtig arbeiten, kann Blut in die Beine zurückfließen und Probleme verursachen: Die Beine schwellen an, spannen, werden müde und fühlen sich schwer an. Durch den Blutstau weiten sich die Venen und verfärben sich bläulich. Diese sichtbaren Verdickungen und Verfärbungen sind als Krampfadern bekannt.

Krampfadern sind weiblich

Defekte Venenklappen sind jedoch nur eine mögliche Ursache für Krampfadern. Auch eine genetisch bedingte Venenwandschwäche, Bewegungsmangel, Schwangerschaft und langes Stehen bzw. Sitzen können die Venen dehnen und Krampfadern auslösen. Nikotin, Alkohol, Stöckelschuhe und Übergewicht sind weitere unnötige Risikofaktoren. Frauen sind häufiger von Krampfadern betroffen als Männer, da die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) eine Erschlaffung des Bindegewebes begünstigen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für Krampfadern. Etwa jeder zweite Erwachsene ist davon betroffen.

Nicht nur ein kosmetisches Problem

Krampfadern (medizinisch Varizen genannt) machen zunächst keine Beschwerden. Später kann es zu einem Schweregefühl, Schwellungen, Spannungen und Schmerzen in den Beinen kommen. Auch nächtliche Krämpfe und Kribbelgefühle sind möglich. In der heißen Jahreszeit sowie nach längerem Stehen und Sitzen verstärken sich die Beschwerden. In diesem Stadium sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Denn im schlimmsten Fall können unbehandelte Krampfadern die Ursache für Ekzeme, Venenentzündungen, Thrombosen, "offene Beine" oder Unterschenkelgeschwüre sein. Vor allem sollten Sie die Warnzeichen einer Thrombose beachten: Ist das Bein prall und bläulich verfärbt, liegt ein eindeutiger Hinweis vor.

Besenreiser stören die Beinfreiheit

Venenleiden machen sich anfänglich oft nur durch Besenreiser bemerkbar. Sie erscheinen als rot-bläuliche, fein verästelte Äderchen an den Beinen. Es besteht keine medizinische Notwendigkeit, die Besenreiser (Mikrovarizen) zu behandeln. Sie werden jedoch von vielen Betroffenen als derart störend empfunden, dass sie eine Behandlung wünschen.


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maxerl ARTIKEL KOMMENTIEREN
Zu diesem Artikel gibt es 1 Kommentar(e).
striche Neuen Kommentar verfassen
striche
Venenleiden  von amelie (Gast)
17:09 01.07.2008
Ich bin keine dreißig und habe Probleme mit schmerzenden Waden. Das heißt nichts Gutes! Familiär bin ich leider auch vorbelastet.
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