Venenleiden
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 23.06.2008
Teil 1: Gesunde Beine ganz ohne Krampf
Teil 2: Veröden, Laser oder Operation?
Teil 3: Tipps bei Venenleiden
Veröden, Laser oder Operation?
Besenreiser werden in der Regel verödet (Sklerotherapie). Dabei wird eine Substanz in die Venen gespritzt, welche die Gefäßwände verkleben lässt. Im Laufe der Zeit verwandelt sich die verödete Vene in Bindegewebe und löst sich später auf. Nach diesem schmerzfreien Eingriff muss das Bein bandagiert werden bzw. muss der Patient Stützstrümpfe tragen. Die Behandlung ist leider nicht dauerhaft, die Besenreiser können jederzeit wiederkommen.
Erfolgreich gegen Besenreiser
Eine Behandlung der Besenreiser ist auch mit Laser möglich. Dabei werden die Blutgefäße gezielt verdampft. Die Laserbehandlung wird ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Als Nebenwirkung kann sich das behandelte Gewebe – ähnlich einem Bluterguss – vorübergehend blau verfärben. Aber auch dauerhafte Pigmentstörungen mit hellen oder dunklen Flecken sind möglich. Am besten eignet sich der Laser zur Behandlung von Äderchen, die knapp unter der Hautoberfläche liegen. Wer Angst vor diesen Behandlungen hat, kann die optisch störenden Besenreiser aber auch mit einem speziellen Camouflage-Makeup für die Beine kaschieren.
Krampfadern: Oft hilft nur eine Operation
Bei ausgeprägten Krampfadern besteht neben der kosmetischen auch eine gesundheitliche Notwendigkeit, diese zu behandeln. Krampfadern werden ebenso wie Besenreiser häufig verödet. Nachteil dieser Methode ist, dass der Patient nicht dauerhaft vor dem Auftreten neuer Krampfadern gefeit ist. Sind die Krampfadern überhaupt schon zu stark ausgeprägt, hilft oft nur mehr ein chirurgischer Eingriff. Am häufigsten, vor allem wenn die Stammvene betroffen ist, kommt die Stripping-Methode zum Einsatz. Dabei wird unter Vollnarkose das betroffene Gefäß unterbunden, durchtrennt und danach herausgezogen. Nach dem Eingriff muss das Bein für eine gewisse Zeit konsequent bandagiert werden. Diese Methode hat den Vorteil, dass ein Großteil der Patienten (etwa 70 Prozent) von neuen Krampfadern verschont bleibt.
Bei netzförmigen Krampfadern und Seitenastvarizen kommen häkelnadelartige Geräte zum Einsatz. Über winzige Einschnitte werden die Adern mit Häkchen herausgezogen.
Venen von innen schrumpfen lassen
Laser wurde lange Zeit nicht bei größeren Krampfadern eingesetzt. Das hat sich mit der neuen Generation der High-Tech-Laser geändert. Unter Lokalnarkose wird die Varize mit einer Sonde punktiert und mit dem Laser von innen verschlossen. Auch nach diesem Eingriff müssen Beinbandagen getragen werden. Vorteil dieser minimal invasiven Technik ist die geringe Narbenbildung. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch die VNUS-Closure-Methode: Hier wird allerdings nicht mit Laserlicht, sondern mit Radiowellen gearbeitet.
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