Wechselwirkungen

Aktualisiert am: 30.05.2006

Unerwünschte Wechselwirkungen

In Zeiten, in denen der Zugang zu Medikamenten immer einfacher, die Bereitschaft sie einzunehmen immer größer und die Palette der Einsatzgebiete immer breiter werden, wächst auch die Möglichkeit, dass verschiedene Medikamente einander in ihrer Wirkung beeinträchtigen, warnt das Österreichische Rote Kreuz.

50 Millionen Packungen rezeptfreier Medikamente sind im Vorjahr in Österreichs Apotheken verkauft worden. "Wechselwirkungen von Arzneimitteln, so genannte Interaktionen, werden immer bedeutsamer und müssen von allen, die mehr als ein Medikament täglich konsumieren, bedacht werden", sagt Univ. Prof. Dr. Renate Heinz vom Österreichischen Roten Kreuz.

Vorsicht ist geboten

Interaktionen gibt es nicht nur zwischen "klassischen" Medikamenten. Alkohol beeinflusst zum Beispiel auch deren Wirkung, ebenso Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsstoffe. Heinz: "Es gibt aktuelle Berichte, wonach auch weitverbreitete Pflanzendrogen, wie etwa Knoblauch oder Baldrian, wegen möglichem erhöhten Blutungsrisiko oder Einfluss auf die Narkosedauer mehrere Tage vor geplanten Operationen abgesetzt werden müssen."


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