Wespenstich

Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 10.08.2009

Wespenstich - was tun?

Sommerzeit ist leider auch Wespenzeit. August und September ist ihre Saison. Was kaum einer weiß: Wespen greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedrängt fühlen. Für die meisten sind Wespenstiche zwar ärgerlich, aber folgenlos. Nicht so für Insektengift-Allergiker.

Im August und September ist Hochsaison für Wespen. Kein Eis, kein Saft kann mehr im Freien genossen werden, ohne dass sich die für uns lästigen, für die Natur aber auch sehr wertvollen Zeitgenossen zu uns gesellen. Ein Wespenstich ist im Normalfall relativ harmlos. Nur für Allergiker kann ein Stich böse ausgehen. Allergische Reaktionen reichen von Nesselsucht über Fieber, Erbrechen und Atemnot bis hin zu lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Störungen.

Einstichstelle kühlen

Die Beschwerden werden von einem Gift hervorgerufen, das die Wespen in die Haut injizieren. Eine rote Schwellung, die schmerzen und jucken kann, ist die Folge. Diese rein lokale Reaktion ist normal und bleibt ohne Folgen. Was helfen kann: Die betroffene Stelle mit Eiswürfeln, kaltem Wasser bzw. einem kalten nassen Tuch abkühlen. Auf keinen Fall kratzen! Kontrollieren Sie, ob Sie von einer Wespe oder einer Biene gestochen wurden. Im Gegensatz zu Wespen bleibt bei Bienen nämlich der Stachel in der Haut und gehört entfernt.

Bei Stichen im Mund-Rachen-Raum lutschen Sie am besten sofort einen Eiswürfel und suchen möglichst rasch einen Arzt auf. Bei Anzeichen von allergischen Reaktionen (rasche Ausbreitung der Rötung, Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, kalter Schweiß, Herzjagen, Kreislaufkollaps oder Bewusstlosigkeit) rufen Sie sofort einen Arzt.

Gefährliche Insektengift-Allergie

Rund vier Prozent der Österreicher reagieren allergisch auf Stiche von Wespen, Bienen oder Hornissen. Eine starke Reaktion (medizinisch: anaphylaktischer Schock) mit raschem Blutdruckabfall kann tödlich ausgehen. "Jährlich sterben zwei bis drei Österreicher an den Folgen eines allergisch bedingten Herz-Kreislauf-Versagens," warnt Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Hemmer vom Wiener Allergie-Ambulatorium Floridsdorf. Allergiker sollten daher immer ein Notfallsmedikament griffbereit haben. Bei einer leichten Insektengiftallergie mit Lokalreaktion helfen Kortison und Antihistamine in Tablettenform. "Bei kritischen Reaktionen ist der Einsatz von Adrenalin angezeigt, das es in Form eines hilfreichen Autoinjektors für die Notfallapotheke gibt. Adrenalin wirkt Kreislauf stabilisierend und kann fatale Schockreaktionen verhindern. Da diese Medikamente lebensrettend sein können, müssen sie für den Ernstfall immer griffbereit sein und wegen ihrer begrenzten Haltbarkeit auch zeitgerecht erneuert werden", rät Hemmer eindringlich.


Mehr zum Thema:

Wissenswertes

Gelse

Insektenschutz

Wie man Gelsen und Mücken abwehrt und Stiche behandelt.
zum Thema ...

Wissenswertes

Biene

Insektengift- allergie

Wespen- oder Bienenstich: Tödliche Gefahr für Allergiker.
zum Thema ...


zurück pause vor

Themen-Specials

Abnehmen

Schnellzugriff