Wetterfühligkeit

Autorin: Ulrike Springer

Aktualisiert am: 15.03.2010

Wenn das Wetter krank macht

Der Jahreszeitenwechsel mit seinen häufig umschlagenden Wetterlagen verursacht bei vielen Menschen Befind-lichkeitsstörungen. Ausreichender Schlaf, gesunde Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und Entspannungstechniken können diese lindern.

Die Freude über die ersten milden Tage und das Wiedererwachen der Natur im Frühjahr kann durch Wetterfühligkeit empfindlich getrübt werden. Viele Menschen fühlen sich beim Umschlagen des Wetters müde, unkonzentriert und leiden vermehrt unter Kopfschmerzen, andere wiederum werden unruhig und gereizt. Frauen tendieren häufiger zu Wetterfühligkeit als Männer.

Wetterfühligkeit oder Wetterempfindlichkeit?

Generell wird in der Meteorologie-Medizin zwischen Wetterfühligkeit und Wetterempfindlichkeit unterschieden. Von Wetterfühligkeit ist dann die Rede, wenn bestimmte Wetterlagen beim an sich gesunden Menschen zu Stimmungsschwankungen und Befindlichkeitsstörungen führen, während Wetterempfindlichkeit Menschen mit einem bereits geschwächten Organismus betrifft. Chronische Krankheiten, Belastungen durch Operationen und Verletzungen oder auch ein höheres Alter kann die Empfindlichkeit für Wettereinflüsse beträchtlich erhöhen.

Einfluss auf den menschlichen Körper

Wie der Körper Wetterphänomene überhaupt wahrnimmt und darauf reagiert, ist noch nicht erforscht. Fachleute sind sich aber einig, dass das vegetative Nervensystem wohl die größte Rolle spielen dürfte. Zu seinen Aufgaben gehört die Anpassung der unbewussten Körperfunktionen an Veränderungen in der Umwelt. Bei Wetterfühligen dürfte das vegetative Nervensystem allzu sensibel sein und damit eine Lawine überschießender Reaktionen auf Wetterreize auslösen. Spürbar werden diese dann als hoher oder niedriger Blutdruck, Herzrasen, Kopfschmerzen oder Verdauungsbeschwerden. Das vegetative Nervensystem hängt eng mit dem Hormonhaushalt zusammen, der somit ebenfalls indirekt durch das Wetter beeinflusst wird. Ein Hinweis dafür: bei Föhn wird viel vom Stresshormon Adrenalin gebildet.


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