Wochenbett
Aktualisiert am: 23.01.2008
Teil 1: Die Wochen nach der Geburt
Teil 2: Tipps für das Wochenbett
Teil 3: Entlassung aus dem Krankenhaus
Tipps für das Wochenbett
Worauf ist bei der Brustpflege zu achten?
Die Mutter muss auf einige Dinge achten, wenn Sie einen Milchstau verhindern möchte. Die Brustwarzen bedürfen einer gewissen Pflege. So ist es zum Beispiel wichtig, nicht im Zug zu sitzen.
Nach dem Stillen soll die überschüssige Milch nicht ganz abgetrocknet werden, am besten lässt man die Brust kurz an der Luft trocknen. Susanne Waismayer: "Wichtig ist die Händehygiene. Duschen kann man ganz normal, Seife ist bei der Brust allerdings nicht empfehlenswert - so wenig Chemie wie möglich." Und auf gar keinen Fall Desinfektionsmittel - eine schreckliche Unsitte, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten Gang und Gebe war.
Förderung der Milchproduktion
Hebamme Waismayer: "Es gibt spezielle Stilltees, die gleichzeitig milchfördernd und entblähend wirken. Daneben sollte man sich über die Ernährung informieren. Hier kann man sich an die Hausregel halten, dass das, was die Mutter normalerweise verträgt auch dem Kind gut tut." Die Kost kann ruhig kalorienreich sein, man soll gut essen - allerdings nicht für zwei. Suppe ist zum Beispiel immer gut.
Was lernt man noch?
Im Wochenbett lernt man auch, wie man das Baby richtig pflegt: Wie man es hält und trägt, wie man es richtig badet. Man lernt, dass außer Wasser nicht viel nötig ist, um ein Neugeborenes zu waschen, auch einölen nach dem Bad ist nicht nötig - ausgenommen vielleicht beim Häutungsprozess. Es reicht, vor dem Anlegen der Windel den Popo einzucremen.
Man beobachtet, wenn es schreit und findet langsam heraus, was es will. Susanne Waismayer: Schmusen und sich ganz viel lieb haben, sich Zeit nehmen und sich kennen lernen, sich gegenseitig beschnuppern - dafür sollte man sich alle Zeit der Welt nehmen.
Wie behandelt man den Nabel?
Der Nabelstumpf gehört nicht unter die Windel, sondern an die Luft, um ihn trocken zu halten. Nach sieben bis zehn Tagen fällt er ab. Es kann aber auch sein, dass der Nabel beginnt zu nässen oder sich entzündet. Dann ist in jedem Fall ein Kinderarzt aufzusuchen.
Nässe ist allerdings kein Problem, falls einmal beim baden ein paar Tropfen auf den Nabel gelangen, die Klemmen schließen gut. Solange alles in Ordnung ist, schadet etwas Wasser nicht.
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